Themen und Hintergründe zur Panoramawall

Themen und Hintergründe zur Panoramawall

Für Abfallimporte und Abfallexporte sind aufgrund internationaler Übereinkommen (Basler Übereinkommen) und Regelungen der Europäischen Gemeinschaft staatliche Kontrollen vorgegeben. Die EU-Mitgliedsstaaten haben die grenzüberschreitende Abfallverbringung zu dokumentieren und jährlich darüber zu berichten. In Deutschland ist das Umweltbundesamt hierfür verantwortlich. Die für Deutschland veröffentlichten Daten zum grenzüberschreitenden Transport von Abfällen zeigen, dass dieser überwiegend zwischen Nachbarstaaten stattfindet. Wobei insbesondere Abfälle aus dem grenznahen Raum ausgeführt werden. Die durchschnittliche Transportentfernung zwischen dem Ort, wo der Abfall anfiel, und der Entsorgung liegt im Mittel unter 500 Kilometer.

Im Rahmen von sogenannten Notifizierungsverfahren werden die zuständigen Behörden sowohl des Ursprungslandes des Abfalls als auch des Bestimmungsortes und des Transits intensiv miteingebunden und müssen Ihre Zustimmung erteilen. Dies sichert eine maximal mögliche Transparenz jeder einzelnen Verbringung, die exakt nachverfolgbar ist. Die Abfallverbringung ist für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft sinnvoll, da Abfälle nicht notwendigerweise dort anfallen, wo sie am effizientesten stofflich oder energetisch verwertet werden können. Dies gilt beispielsweise für Länder, die trotz europaweitem Deponieverbot ihre thermisch oder stofflich verwertbaren Abfälle noch immer unter bewusster Akzeptanz einer höheren Umweltbelastung deponieren (Italien, Spanien).

Doch auch für die Beseitigung von speziellen Abfällen kann die Abfallverbringung sinnvoll sein, weil nicht jedes Land über Anlagen für eine umweltgerechte Entsorgung verfügt. Dies gilt beispielsweise für teerhaltige Straßenabfälle, deren umweltgerechte thermische Verwertung derzeit nur in den Niederlanden möglich ist. Der Im- und Export nicht recycelbarer Abfallgemische sorgt im Idealfall also dafür, dass diese Abfälle dort verwertet werden, wo der energetische Nutzen unter Beachtung anderer Nachhaltigkeitsaspekte am höchsten ist. Gleichzeitig wird dadurch verhindert, dass diese Abfälle deponiert werden.

Umgangssprachlich versteht man unter Carbon Leakage den Effekt, der die Treibhausgasemissionen in einem Land ansteigen lässt, weil ein anderes Land mit einer strengen Klimapolitik die nationalen Emissionen reduziert. Diese Verlagerung von CO2-Emissionen bezieht sich also auf eine Situation, die entstehen kann, wenn Unternehmen aus Kostengründen im Zusammenhang mit der Klimapolitik ihres Landes ihre Produktion und/oder für die Verwertung ihrer Abfälle in andere Länder mit weniger strengen bzw. mit kostengünstigeren Emissionsauflagen (CO2-Steuer, Emissionshandel) verlagern. Dies kann zu einem Anstieg der Gesamtemissionen von Abfällen durch Scheinverwertung und Deponierung und somit zu einem insgesamt geringeren Umweltschutzniveau führen.

Fachleute gehen davon aus, dass dies einer der wesentlichen Effekte der Einführung einer isolierten nationalen CO2-Steuer für die thermische Abfallverwertung im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) in Deutschland sein wird.

Situation:

  • Einer der Effekte, die ein nationaler Alleingang im Rahmen des BEHG haben wird.
  • Scheinverwertung und Deponierung (Methan)

EEW:

Kontakt: TO/ TS / BF

Der Begriff Chemisches Recycling umfasst alle Verfahren zur Depolymerisation von Kunststoffen. Die entstehenden Produkte kann die Chemische Industrie nach einer Aufbereitung als Rohstoff verwenden und daraus beispielsweise Kunststoffe in Neuwarequalität herstellen. Zu unterscheiden ist das Chemische Recycling vom mechanischen Recycling. So werden die etablierten Recyclingverfahren für Kunststoffabfälle bezeichnet.

EEW hat Ende vergangenen Jahres die Absicht bekannt gegeben, ein Joint Venture mit dem Systembetreiber DSD (“Der Grüne Punkt”) gründen zu wollen. Ziel ist es, Kunststoffe aus den Sortierresten der Gelben Tonne und aus den uns angelieferten Abfällen auszusortieren, aufzubereiten und der Chemischen Industrie zur Verfügung zu stellen. Geplant ist, dass sowohl DSD als auch EEW jeweils 100.000 Tonnen nicht mechanisch recycelbare Kunststoffe in das Joint Venture einbringen.

Grundsätzlich gilt das mechanische Recycling als ökologisch sinnvoller, da im Gesamtprozess deutlich weniger Energie aufgewendet werden muss. Daher sollten nur Kunststoffabfälle chemisch recycelt werden, die nicht für ein mechanisches Recycling geeignet sind.

Ziel der gemeinsamen Aktivität ist ein Verfahren zur Aufbereitung von Mischkunststoffen und Sortierresten unter anderem aus dem dualen System zu entwickeln und in großem Umfang Kunststoffabfälle für chemisches Recycling zu gewinnen, die bislang aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht wiederverwertet werden können.

Wirtschaft und Konsum in entwickelten Ländern basieren gegenwärtig auf der Nutzung fossiler Rohstoffe, deren Verbrennungsabgase den Klimawandel maßgeblich beeinflussen. Kohlenstoffdioxidemissionen zu vermeiden bleibt daher die wichtigste Maßnahme, um die menschlichen Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren. Den hohen CO2-Emissionen steht ein Bedarf an Kohlenstoff für viele täglich benötigte Güter gegenüber, wie etwa Kunst- oder Kraftstoffe. Kann es daher sinnvoll sein, das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) als eine Kohlenstoffquelle zu betrachten? Seit den 1970er-Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an sogenannten „Carbon Capture and Utilisation (CCU)“-Technologien. Deren Ziel ist es, CO2 aus den Rauchgasen industrieller Punktquellen oder direkt aus der Atmosphäre für die Industrie als Rohstoff wieder nutzbar zu machen. Das CO2 kann so fossilen Kohlenstoff als Bestandteil von Materialien und Energieträgern ersetzen. Ein Kohlenstoffkreislauf entsteht.

Jedoch wird das verwendete CO2 in den Produkten nur über deren Lebensdauer hinweg gebunden. Dies variiert erheblich, zum Beispiel zwischen Kraftstoffen mit einer erneuten schnellen Freisetzung und Baustoffen mit langfristigen bis permanenten Speicherungszeiten. Das CO2 erreicht folglich die Atmosphäre verzögert oder könnte nach Verbrennungsprozessen abermals aus Abgasen für eine weitere Nutzung rückgewonnen werden. Der ökologische Vorteil der CO2-Nutzung besteht weniger in der Funktion als CO2-Senke als vielmehr in der Substitution fossiler Rohstoffe.

Im Gegensatz zu "Carbon Capture and Storage (CCS)"-Technologien, die darauf abzielen, langfristig große Mengen von CO2 unterirdisch zu speichern, kann mit CCU-Technologien nur eine überschaubare Menge von CO2 industriell genutzt werden. (IASS Potsdam).

Situation:

  • Kohlendioxid als Rohstoff (BMBF)

EEW:

  • Green Energy Hub
  • HyNetherlands
  • CO2-fressende Bakterien
  • Speicherung
  • 4-Sphärenmodell Prof. ?
  • Nutzung nur Verlagerung der Emission

Kontakt: ME / SE

Eine Deponie ist eine bauliche und technische Anlage, mit der erreicht werden soll, dass die langfristige Ablagerung von Abfällen die Umwelt möglichst wenig schädigt.  

Wird organisches Material, wie beispielsweise gemischte Siedlungsabfälle, Bioabfälle oder ähnliches unbehandelt deponiert, werden die Abfälle im Deponiekörper mit der Zeit biologisch abgebaut. Dabei entstehen Deponiegase, die bis zu 60 Prozent aus Methan bestehen. Methan ist 25-mal klimaschädlicher als CO2. Moderne Deponien können Deponiegase abfangen. Allerdings nicht vollständig: Stand der Technik ist derzeit eine Deponiegaserfassung von 50-60 Prozent (Prof. Gerhard Rettenberger (ISWA) beim Kasseler Abfallforum 2022) 

Situation: 

In Deutschland ist die Deponierung von unbehandelten Siedlungsabfällen seit 2005 verboten. Rechtlicher Hintergrund ist die “Technische Anleitung Siedlungsabfälle”. Seitdem müssen gemischte Siedlungsabfälle wie Hausmüll oder hausmüllähnliche Gewerbeabfälle entweder verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt werden (und der heizwertreiche Anteil anschließend verbrannt werden).  

In der EU gibt es in der Deponieverordnung Vorgaben hinsichtlich des Organikanteils. Doch die Vorgaben werden von vielen EU-Mitgliedern in der Praxis nicht umgesetzt. Ab 2035 soll der Anteil der Deponierung von Siedlungsabfällen auf 10 Prozent begrenzt sein. Manche Länder haben bis 2040 Zeit, die Vorgaben umzusetzen.  

Eine moderne Kreislaufwirtschaft mit hohen Recyclinganteil und einer energetischen Nutzung der nicht-recycelbaren Reststoffe kann die Klimabelastung durch die Deponierung erheblich reduzieren. Bis zu 283 Mio Tonnen CO2 könnten mit einer entsprechend progressiven Abfallpolitik in Europa ab dem Jahr 2035 jährlich eingespart werden. Das ist in etwa so viel wie die jährlichen CO2-Emissionen Polens. 

EEW ist zu weiteren Investitionen in Ländern mit hoher Deponiequote bereit. 
So laufen derzeit Planungen u.a. für den Bau einer neuen Anlage in Polen. 

In der Unternehmenswelt spricht man von Digitalisierung, wenn es um neue Formen der Zusammenarbeit, der Produktion, der Organisation von Unternehmen und des Vertriebs von Waren und Dienstleistungen durch die Nutzung von (digitalen) Informations- und Kommunikationstechnologien geht.

Situation:

Implementierung zunächst einer Projektorganisation später eines eigenen Unternehmensbereiches EEW Digital.

EEW:

EEW Digital soll Antworten darauf geben, was Digitalisierung für die EEW-Gruppe bedeutet und die Eckpfeiler für eine passende Digitalisierungsstrategie entwickeln.

E-Fuels (Electrofuels) sind synthetisch hergestellte Kraftstoffe, auch Biokraftstoffe oder grünes Methanol genannt. Sie sollen fossile Brennstoffe für Verbrennungsmotoren (z.B. Rohöl oder Kerosin) ersetzen und so für klimaneutrale Mobilität sorgen. Für die Produktion von grünem Methanol wird Wasserstoff und gespeichertes oder aus Industrieprozessen gewonnenes CO2 benötigt.

Energieeffizienz beschreibt allgemein das Verhältnis eines bestimmten Nutzens – zum Beispiel die Bereitstellung von Strom oder Wärme – zu dessen Energieeinsatz. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung.

Für EEW bedeutet mehr Energieeffizienz eine höhere Energieausbeute bei gleichem Einsatz von Brennstoffen. Ökologisch damit einhergehend ist eine höhere Substitutionsrate fossliler Enegieträger.

  • Wir investieren daher regelmäßig im zweistelligen Millionenbereich in mehr Energieeffizienz
    • Neue Turbine Premnitz
    • Neue Turbine Neunkirchen
    • Neue Turbine Pirmasens
  • Jeweils rund 25 Prozent Effizienzsteigerung und damit einhergehende CO2-Einsparungen
  • Weitere Fernwärmeauskopplung Premnitz

Energiesicherung, Energieversorgungssicherheit oder auch Sicherheit der Energieversorgung  beschreiben das Staatsziel, jederzeit über Energieträger und Nutzenergie für Energieverbraucher verfügen zu können.

EEW ist Teil einer sicheren Energieversorgung. Der Energieträger Abfall ist heimisch, verfügbar und die Technologie zu seiner energetischen Verwertung vorhanden. Energie aus Abfall wird schon heute bei mehr als 16 Prozent der erzeugten Fernwärme eingesetzt und ist hier nach Erdgas der bedeutendste Energieträger. Energie aus Abfall verdrängt damit nicht nur einen fossilen Energieträger sondern auch einen Energieträger, bei dem eine hohe Importabhängigkeit besteht.

Energiespeicher dienen dazu, überschüssig produzierte Energie  - vorrangig aus erneuerbaren Quellen - zu speichern und für passende Zeitpunkte verfügbar zu machen. Sie sind entscheidend für die Energiewende, da sie maßgeblich über den Erfolg und Misserfolg erneuerbarer Energien entscheiden.

Situation:

Der Ertrag erneuerbarer Energien schwankt: Wie viel Strom Sonne und Wind liefern, hängt vom Wetter ab. Konventionelle Kraftwerke hingegen – und hierzu gehören auch thermische Abfallverwertungsanlagen - können rund um die Uhr und ganzjährig Energie erzeugen. Doch die konventionellen fossilen Energiequellen haben ihre Nachteile: Sie sind endlich, werden tendenziell immer teurer und sie belasten Umwelt und Klima. Daher soll ihr Anteil am Strommix kontinuierlich sinken. Damit aber müssen Wind und Sonne flexibler genutzt werden können. Hierzu benötigen wir unter anderem geeignete Energiespeicher. Energiespeicher basieren auf dem Prinzip der Energieumwandlung. Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden, aber Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, etwa durch eine mechanische, thermische oder chemische Reaktion.

Speicherlösungen können dazu beitragen, die Stromerzeugung in Kraftwerken zu flexibilisieren und thermische Abfallverwertungsanlagen als flexible Speicherkraftwerke für den Energiemarkt der Zukunft fit zu machen.

EEW:

Magdeburg - Heißwasser-Wärmespeicher mit neun Wasserspeichern, für den das MHKW Rothensee die Betriebsführung übernommen hat. Die 30 Meter hohen Tanks optimieren den Betrieb der Fernwärmeversorgung.

Premnitz: Machbarkeitsstudie Hochtemperatur-Keramikspeicher zur Speicherung von Strom als Wärmeenergie, Grundlast, Speicherkraftwerk

Energiewende ist der deutschsprachige Begriff für den Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien. Sie beschreibt, wie unsere Energiegewinnung dekarbonisiert werden soll . Den größten Ansatzpunkt für eine erfolgreiche Energiewende bietet die Wärmewende, denn mehr als die Hälfte der Endenergie verbraucht Deutschland für Wärme.

Energie aus Abfall ist bereits heute mit mehr als 16 Prozent der zweitwichtigste Energieträger für die Wärmeerzeugung nach Erdgas (48 Prozent). Anders als das fossile Erdgas, ist Abfall jedoch eine heimische Ressource, immer verfügbar und die Technik zu seiner energetischen Verwertung ausgereift. Energie aus Abfall trägt dazu bei, die mit der Abschaltung konventioneller Kraftwerke entstehende Wärmelücke zu schließen.

EEW

Fernwärme aus der thermischen Abfallverwertung ist gut für das Klima. Denn der Abfall in unseren Anlagen besteht etwa zur Hälfte aus biogenem Material. Wir erzeugen also zur Hälfte Bioenergie und damit erneuerbare Wärme. Das ist mehr als der Wärme-Mix in Deutschland. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt derzeit bei rund 15 Prozent.

EEW-Anlagen versorgen bereits heute die Städte Hamburg, Hannover, Magdeburg, Göppingen, Neunkirchen, Pirmasens sowie künftig Brandenburg an der Havel.

Die Potentiale aus der thermischen Abfallverwertung sind aber bei weitem nicht ausgeschöpft – weder an den EEW-Standorten noch in Deutschland insgesamt. Energie aus Abfall muss deshalb verstärkt als Chance für den Erfolg einer Energiewende in den Fokus rücken. EEW ist bereit, seine Potentiale zu heben und im weiteren Umkreis seiner Anlagen anzubieten und ist dazu in Gesprächen. Wie das Beispiel Brandenburg an der Havel zeigt, sind Entfernung von mehr als 20 km dabei kein Hindernis mehr.

Entsorgungssicherheit bedeutet, dass einer bestimmten Menge Abfall eine ausreichende Behandlungskapazität gegenübersteht. Thermische Abfallverwertungsanlagen schließen sich zur Gewährleistung der Entsorgungssicherheit für Siedlungsabfälle zu Ausfallverbünden zusammen und betreiben ein Stoffstrommanagement, um Abfälle ggf. auf andere Anlagen umsteuern zu können. Die EEW-Anlagenflotte funktioniert zudem als eigener Ausfallverbund und gewährleistet damit in besonderem Maße Entsorgungssicherheit für seine kommunalen und gewerblichen Kunden.

Entsorgungssicherheit ist grundlegend bedeutsam für die Stadthygiene und den Seuchenschutz. Diese wesentliche Bedeutung trat im Zuge der Corona-Krise wieder deutlicher hervor und ist auch der Grund dafür, warum die Entsorgungswirtschaft als systemrelevante kritische Infrastruktur gilt. Auch die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal machte tragischerweise deutlich, welche Probleme mit limitierten Entsorgungskapazitäten einhergehen. EEW konnte damals durch zeitliches und regionales Umsteuern seiner vertraglich gebundenen Kapazitäten Freiräume zur Unterstützung der vom Hochwasser betroffenen Gemeinden sicherstellen.

Europa hat noch immer teilweise sehr hohe Deponierungsquoten. Unbestritten ist, dass die thermische Abfallverwertung die nachhaltigste Form der Behandlung von nachhaltig nicht stofflich recyclebaren Abfällen ist. Würden alle derzeit noch in Europa deponierten Abfälle der thermischen Behandlung unterzogen, wäre der positive Klimaeffekt gewaltig.

Warum die EU nicht diesem Ziel dienende Maßnahmen konsequent umsetzt und stattdessen durch Diskussionen um die Nichtaufnahme der Thermischen Abfallbehandlung in die Taxonomie oder die beabsichtigte Einbeziehung der thermischen Abfallbehandlung in den Emissionshandel die Deponierung von Abfällen fördert, irritiert.

Green Bonds“ oder auch „grüne Anleihen“, lenken Kapital in nachhaltige Investitionen wie beispielsweise für Energieeffizienz oder den verminderten Verbrauch von Ressourcen. Vieles gilt als „grün“ und nachhaltig, weil die Investitionen der Umwelt oder dem Klima zugutekommen. Anleihen sind Wertpapiere, bei denen festgehalten ist, dass Investoren ihr Geld für einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung stellen und dafür einen regelmäßigen Zins erhalten. Die Besonderheit bei „Green Bonds“ gegenüber normalen Anleihen ist die zweckgebundene Verwendung des Geldes. Denn das Geld darf hierbei nur für „grüne“ Projekte genutzt werden.

Der EEW Green Bond ist die erste grüne Anleihe eines thermischen Abfallverwerters. Im Sommer 2021 hatt EEW mehr als 400 Millionen Euro für die (Re-)Finanzierung nachhaltiger Projekte eingeworben.

Als Green Economy wird eine an ökologischer Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Profitabilität und sozialer Inklusion ausgerichtete marktbasierte Wirtschaftsweise verstanden.

Green Energy ist der Oberbegriff für erneuerbare Energien.

Innovation ist mehr als eine bloße neue Erfindung. Vielmehr ist es die Durchsetzung einer neuen technischen, organisatorischen oder marktlichen Lösung.

Die Abteilung Innovation (TI) bündelt die technische Entwicklung von großen Wachstums- und Neubauprojekten der EEW Gruppe. Die grundlegenden Projektphasen sind die Konzeptfindung, Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung sowie das Veranlassen und Erstellen von Ausschreibungen für Baulose oder Turnkey sowie das Erwirken von Baubeschlüssen (Gate-3).

Kapazitäten bezieht sich auf die in Deutschland vorhandene thermische Behandlungskapazität. Diese beträgt knapp 26 Millionen Tonnen in insgesamt 117 thermischen Abfallverwertungsanlagen in Deutschland (Stand 2017).  
EEW betrachten den Markt als saturiert und plant nur noch Investitionen in qualitatives Wachstum seiner Anlagen-Flotte (MVA 4.0). Mittelfristig sprechen viele Gründe hierfür 

Schon geplante Neubauten von 1,4 bis 2 Millionen Tonnen Behandlungskapazität in den nächsten Jahren 

Rückgang der Mengen bei erfolgreicher Umsetzung von 

  • Gewerbeabfallverordnung und 

  • Bioabfallverordnung 

  • Erhöhte Abfallexporte und verringerte Abfallimporte wegen möglicher nationaler CO2-Steuer 
  • Unsicherheit der Planungen von Neubauten durch Corona und Ukraine 
  • Neubau von Anlagen in Eeuropa bei erfolgreicher Umsetzung des europaweiten Deponieverbots 

Qualifizierte und engagierte Mitarbeitenden sind die Grundlage unseres langfristigen Unternehmenserfolgs. Wir wollen ein ansprechendes Arbeitsumfeld und faire Arbeitsbedingungen gewährleisten, um eine hohe Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden zu erreichen. Unser Ziel ist es, heute und morgen ein attraktiver Arbeitgeber in den Regionen unserer Anlagenstandorte zu sein.

Die EEW bietet verschiedene Einstiegsmöglichkeiten an: von der Ausbildung über ein Traineeprogramm bis hin zu Positionen für Berufserfahrene.

Alle Stellenangebote sind im Internet zu finden.

Klärschlamm ist der Abfall der Abwasserbehandlung. Er enthält all das, was moderne Kläranlagen in einem aufwendigen Prozess aus dem Abwasser herausfiltern, um Flüsse, Meere, das Grundwasser und nicht zuletzt unsere Trinkwasserreservoirs sauber zu halten. Insbesondere die Klärschlämme aus den Kläranlagen der Großstädte und Ballungsräume sind deutlich mit Schadstoffen wie Schwermetallen, organischen Schadstoffen, Arzneimittelresten, Krankheitserregern und Mikroplastik belastet. Gleichzeitig enthält Klärschlamm auch die Ressource Phosphor.

Jährlich fallen in Deutschland etwa 1,7 Mio. Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse bei der Behandlung von Siedlungsabwasser an. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung wird inzwischen zunehmend kritisch bewertet, da die in der Kläranlage herausgefilterten Schadstoffe durch die Düngung zurück in den Nährstoffkreislauf gelangen. Denn trotz einer Vorbehandlung enthält Klärschlamm Schadstoffe, die in Böden und Gewässern verteilt werden und letztendlich auch in unsere Nahrungskette gelangen. Mit der Klärschlammverordnung 2017 hat der Gesetzgeber für einen Großteil der Klärschlämme die thermische Behandlung und die Phosphorrückgewinnung vorgeschrieben. Dadurch werden Schadstoffe zerstört und gleichzeitig der Rohstoff Phosphor recycelt. Um den Phosphor zurückgewinnen zu können, muss der Klärschlamm in speziellen Anlagen verbrannt werden, die man Monoverbrennungsanlagen nennt.

EEW baut derzeit an den Anlagenstandorten in Helmstedt, Stavenhagen, Magdeburg, Stapelfeld und Delfzijl  Monoverbrennungsanlagen für Klärschlamm.

Bedarf für weitere Verwertungskapazitäten sieht EEW vor allen Dingen in Bayern und Baden-Württemberg. Auch hier sind wir gerne bereit, mit kommunalen und gewerblichen Partnern nach gemeinsamen Lösungen/Projekten zu suchen.

Es herrscht derzeit keine offiziell, allgemeingültige Definition von Klimaneutralität (engl. Climate neutrality o. carbon neutrality).
Klimaneutral würde bedeuten, dass alle Effekte aufs Klima, die ein Unternehmen beispielsweise erzeugt, ins Gleichgewicht kommen müssen. Dazu würden dann nicht nur Treibhausgase, sondern auch andere
Nahe Begriffe sind zum Beispiel „Treibhausgasneutral“ oder „Netto-Null-Emissionen“.

Unter Klimaneutralität werden in der Regel “Netto-Null-Emissionen" verstanden. Das bedeutet, dass in Summe – daher “netto” – nicht mehr Treibhausgase emittiert werden, als die Biosphäre wieder aufnehmen kann. Dadurch steigt der Gehalt an Treibhausgasen in der Atmoshäre (in der Regel gemessen in parts per million, ppm) nicht weiter an. Die Wirtschaftsweise ist dann “klimaneutral”.

Die EU will bis 2050 klimaneutral sein und danach “klimapositiv”, werden, also dazu beitragen, den Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre zu senken. Deutschland will bereits 2045 klimaneutral sein.

EEW hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral und bis 2040 klimapositiv zu sein.

Unser Engagement - EEW Energy from Waste (eew-energyfromwaste.com)

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen der globalen Erwärmung abmildern oder verhindern sollen.

Kontakt: Birgit Fröhlig, Helena Wassermann, Sarah Endres

Eine Klimastrategie eines Unternehmens basiert auf der genauen Kenntnis der relevanten Emissionsquellen sowie auf einer Abschätzung der damit verbunden Chancen und Risiken für das Geschäftsmodell. Die Formulierung einer Klimastrategie setzt den Handlungsrahmen und gibt eine Orientierung für die Weiterentwicklung der unternehmerischen Aktivitäten.

Kontakt: Birgit Fröhlig, Helena Wassermann

Eine Kreislaufwirtschaft (englisch circular economy) ist ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden; dies kann durch langlebige Konstruktion, Instandhaltung, Reparatur, Wiederverwendung, Remanufacturing, Refurbishing und Recycling erzielt werden.[1] Das Recycling ist dabei zumeist das Mittel letzter Wahl.

Das Gegenteil zur Kreislaufwirtschaft wird zumeist Linearwirtschaft (auch „Wegwerfwirtschaft“) genannt; es ist das derzeit vorherrschende Prinzip der industriellen Produktion. Dabei wird ein Großteil der eingesetzten Rohstoffe nach der jeweiligen Nutzungsdauer der Produkte deponiert oder verbrannt; nur ein geringer Anteil wird einer Wiederverwendung zugeführt.[2] (Wikipedia).

Hygienisierung, Schadstoffsenke, Volumenreduzierung und Energiewandlung sind wesentliche Merkmale des Wirkens der EEW. EEW versteht sich als unabdingbarer Bestandteil einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, da es zur thermischen Verwertung von stofflich oder chemisch nicht nachhaltig recyclebarer Abfälle nur die Alternativen

  • Genehmigte Deponie,
  • Illegale Verbrennung,
  • Illegale Ablagerung in Boden und Meer

gibt.

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.

Situation:

Das im Jahr 2021 beschlossene IT-Sicherheitsgesetz 2.0, nimmt erstmals den Sektor der Siedlungsabfallentsorgung in seinen Geltungsbereich auf. Hiermit werden – auf Grundlage von konkreten noch zu erarbeitenden Regelungen einer KRITIS-Verordnung - zumindest Teile der Siedlungsabfallentsorgung zu „Kritischer Infrastruktur“ mit Blick auf die IT-Sicherheit.

Anpassung der digitalen Infrastruktur für verbesserten Schutz gegen Cyberkriminalität.

MVA 4.0 beschreibt die EEW-Anlagenflotte der Zukunft. In der MVA 4.0 wird Abfall nicht nur energetisch verwertet und modernste Umweltschutztechnologie insbesondere in der Rauchgasreinigung eingesetzt, sondern mittels Digitalisierung und Automatisierung sowie CCU/S ein neues Anlagenlevel erreicht.

Ziel ist, durch Optimierung der

  • Anlagentechnik,
  • der Recyclingfähigkeit der Outputmaterialien
  • der Inputströme

eine höhere Energieeffizienz bei Reduktion der Emissionen zu erreichen.

Nachhaltigkeit gehört zu den Schlüsselbegriffen des 21. Jahrhunderts und transportiert die Zielstellung, die Erde dauerhaft als Lebensgrundlage zu erhalten. Nachhaltigkeit hat eine ökologische, eine ökonomische und eine soziale Dimension. Die UN hat insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele definiert, die so genannten “Sustainable Development Goals” (SDG). THE 17 GOALS | Sustainable Development (un.org)

Situation:

Wir alle kennen die wachsende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit – im Privaten wie im beruflichen. Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung sind zu zentralen Bewertungskriterien von Unternehmen geworden: Davon hängt nicht nur der Zugang zu Finanzierung, sondern auch die Wahrnehmung des Unternehmens auf dem Talentmarkt sowie in der breiteren Öffentlichkeit ab.

Nachhaltigkeit ist bei EEW seit Jahren ein bestimmendes Leitmotiv. Derzeit stehen wir im Sinne unseres Nachhaltigkeitsversprechens mit unseren Partnern unter dem Motto “Reden wir über:morgen” im Dialog.

Mit unserer Unternehmenstätigkeit – der umweltschonenden Energiegewinnung durch thermische Abfall- und Klärschlammverwertung – sind wir wortwörtlich an der Quelle. Abfall ist eine wertvolle Ressource in einer modernen Kreislaufwirtschaft, die für Menschen, Kommunen und Unternehmen aus der Region genutzt werden kann.

Unsere eigenen Ansprüche an Nachhaltigkeit wachsen stetig. Gleichzeitig wachsen auch die von außen an uns herangetragenen Ansprüche. Den Herausforderungen und sich stetig verändernden Rahmenbedingungen wie dem ökonomischen und ökologischen Wandel, der Energie- und Wärmewende sowie der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen stellen wir uns. Durch unser tägliches Handeln wollen wir stetig einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft zu leisten.

In unserem dritten Nachhaltigkeitsbericht stellen wir unsere Leistungen sowie die erreichten Fortschritte in unseren drei Handlungsfeldern „Beziehungen festigen“, „Herausforderungen annehmen“ und „Leistung zeigen“ transparent dar. Wir sind davon überzeugt, dass im unmittelbaren Austausch mit all unseren Stakeholdern die besten Ideen entwickelt und Lösungswege erarbeitet werden können.

 Der vierte Nachhaltigkeitsbericht der EEW erscheint im August 2022.

Die neue Tochtergesellschaft soll Digitalisierungspotenzial entlang der gesamten abfallwirtschaftlichen Wertschöpfungskette erschließen. Sie entwickelt und realisiert digitale Geschäftsmodelle entlang und im Umfeld des EEW-Kerngeschäfts. Im Fokus steht dabei die Zukunftsfähigkeit von EEW. Das jüngste Mitglied der EEW-Gruppe ist der erste „Venture Builder“ von EEW. „Venture Builder“ werden Unternehmen genannt, die Startups gründen, begleiten und beraten, bis die Unternehmen auf eigenen Beinen stehen können.

NEEW Ventures bringt den Sachverstand und das Branchenwissen der Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Stakeholder von EEW mit dem Know-how innovativer Digitalexperten zusammen. Bestehenden und neuen Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Abfallentsorgung und -verwertung wird so mit innovativen, digitalen und transformativen Lösungen begegnet. Die NEEW Ventures sucht nach Lücken in zirkulären Stoffströmen und füllt diese durch digitale Lösungen. Das agile und international ausgerichtete Team von NEEW Ventures konzentriert sich dabei auf unabhängige Projekte für neue und bestehende Kunden von EEW.

Grundsätzlich wird „Stoffstrom“ als „… der Weg eines Stoffes von seiner Gewinnung als Rohstoff über die verschiedenen Stufen der Veredelung bis zur Stufe der Endprodukte, den Gebrauch/Verbrauch des Produktes, ggf. seine Wiederverwendung/Verwertung bis zu seiner Entsorgung …“ definiert.

Bezogen auf die Abfallwirtschaft meint „Neue Stoffströme“ die ganzheitliche (Neu-)Betrachtung der Kreislaufwirtschaft unter ökologischen und ökonomischen Aspekten.

Haus- und Sperrmüll sowie Gewerbeabfälle sind typische Stoffströme, die EEW seit mehr als 50 Jahren sicher und schadlos verwertet.

Klärschlamm ist das jüngste Geschäftsfeld von EEW. Ihn thermisch zu verwerten anstatt auf Äcker zu kippen, entlastet die Böden, Nahrungsmittel und das Grundwasser von den im Abfall der Abwasserbehandlung konzentrierten Schadstoffen wie Medikamentenrückstände, Hormone, Mikroplastik und anorganischen Schadstoffen. Im Klärschlamm enthaltenes lebensnotwendiges Phosphat wird aus der Monoverbrennungsasche zurückgewonnen und fließt als pflanzenverfügbarer Dünger wieder zurück in den Kreislauf.

Für teerhaltigen Straßenabfall ist die thermische Verwertung und die damit einhergehende Wiederbereitstellung gewonnener Rohstoffe für den Straßenbau ein weiterer möglicher Stoffstrom.

Der ökologische Fußabdruck bezeichnet die biologisch produktive Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Damit ist der ökologische Fußabdruck ein Indikator für Nachhaltigkeit.

Der CO2-Fußabdruck ist das Ergebnis einer Emissionsberechnung bzw. CO2-Bilanz. Er gibt an, welche Menge von Treibhausgasen durch eine Aktivität, einen Prozess oder eine Handlung freigesetzt wird. Ein CO2-Fußabdruck lässt sich beispielsweise für Geschäfts- oder Produktionsprozesse von Unternehmen angeben. Auch Produkte haben einen CO2-Fußabdruck, der die Summe der Emissionen umfasst, die durch die Herstellung, die Nutzung sowie durch die Verwertung und Entsorgung des jeweiligen Produktes entstehen.

Für beide Indikatoren gibt es Berechnungsmethoden. Gewöhnlich wird der CO2-Fußabdruck in sogenannten CO2-Äquivalenten (CO2e) angegeben, denn neben Kohlenstoffdioxid werden auch die Emissionen von fünf anderen Treibhausgasen berücksichtigt, die im Kyoto-Protokoll genannt werden. Dabei handelt es sich um Methan (CH4), Lachgas (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), Perfluorcarbone (PFCs) und Stickstofftrifluorid (NF3). Das Treibhauspotenzial liegt zum Teil deutlich über dem von CO2 – im Falle von Methan beispielsweise um den Faktor 21, im Falle von SF6 um den Faktor 22.800.

EEW:

EEW verwertet 5 Mio. Tonnen Abfälle im Jahr. Dabei werden 5 Mio. Tonnen CO2 emittiert.
Dies entspricht dann – grob gerechnet - unserem CO2-Fussabdruck, der durch unsere Aktivität entsteht. Der Logik des CO2-Fussabdrucks folgend verursachen wir durch unsere Arbeit also 5 Mio. Tonnen CO2. Wären wir (und auch die andere Thermischen Verwerter ) nicht da und würden nicht arbeiten, wäre dann – dieser Logik folgend - die Umwelt um 5 Millionen Tonnen CO2 weniger belastet.

Kontakt: VN

Pandemie (von altgriechisch παν pan ‚gesamt, umfassend, alles’ und δῆμος dēmos ‚Volk‘) bezeichnet eine „neu, aber zeitlich begrenzt in Erscheinung tretende, weltweite starke Ausbreitung einer Infektionskrankheit mit hohen Erkrankungszahlen und i. d. R. auch mit schweren Krankheitsverläufen.“[1] Im Unterschied zur Epidemie ist eine Pandemie örtlich nicht beschränkt,[2] zumeist gibt es aber Gegenden, in denen sich das Virus nicht bzw. nicht sehr stark ausbreitet.

Siehe auch: Kritische Infrastruktur

Mit Partnering ist das erfolgsorientierte Zusammenarbeiten zwischen Vertragsparteien und/oder Projektbeteiligten gemeint. Durch die Ausrichtung auf gemeinsame Ziele sollen Win-Win-Situationen entstehen. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Baubranche.

EEW geht auf Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse und Wasser- und Abwasserzweckverbände zu mit dem Ziel, gemeinsam Projekte zu realisieren.

Perspektivismus und Perspektivität bezeichnen philosophische Lehren, die besagen, dass die Wirklichkeit von Standpunkt und Eigenschaften des betrachtenden Individuums abhängig ist. Das menschliche Denken, Erkennen und Handeln ist endlich, da es vielfältigen Einschränkungen unterliegt, die aus den Bedingungen von Zeit und Raum, individuellen Veranlagungen, Umgebung und Situation resultieren; beispielsweise kultureller oder gesellschaftlicher Natur sind (siehe Erkenntnistheorie).

Eine schwierige Definition, die aber nur besagt, dass jeder Branchenkenner und Spezialist eine Perspektive auf sein Tun und sein Geschäft hat, die beschränkt ist.

EEW will das so nicht hinnehmen. Mit EEWArt erfolgt eine künstlerische Auseinandersetzung mit unserem Geschäftsfeldes - MVA einmal ganz anders betrachtet. Und auch unser neuestes Tochterunternehmen NEEW Ventures kann unter anderem als Beispiel eines Perspektivwechsels betrachtet werden. Risikobereit, mutig und mit vollkommen anderen Perspektiven vor dem Hintergrund der Digitalisierung unser Geschäft und unsere Branche zu betrachten, ist eine der Aufgaben dieses jungen und vor allen Dingen branchenfremden Teams. Sich selbst stets zu hinterfragen soll weitere Selbsterkenntnis bringen. Und die ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.

Ob Pflanze, Tier oder Mensch – ohne Phosphor kann kein Leben auf der Erde existieren. Der Nährstoff ist Bestandteil der DNA, Knochen und Zähne und spielt darüber hinaus eine entscheidende Rolle beim Energiestoffwechsel der Zellen. Da Phosphor ebenfalls maßgeblich für die Pflanzengesundheit und -entwicklung verantwortlich ist, ist er wesentlicher Bestandteil von Düngemitteln und als solcher für die Landwirtschaft unverzichtbar.

Phosphor lässt sich nicht künstlich herstellen. Deshalb sind wir auf die natürlichen Vorkommen angewiesen. Jedoch sind die Phosphorreserven weltweit begrenzt. Die Europäische Kommission stuft Phosphor bereits seit Mai 2014 als kritischen Rohstoff ein. Nur wenige Länder verfügen über Phosphorvorkommen, wobei sich in Marokko fast drei Viertel der globalen Reserven konzentrieren. Hinzu kommt, dass Rohphosphate je nach Ursprungsregion mit deutlichen Mengen an radioaktivem Uran belastet sein können.

Deutschland hat bis zum Ukrainekrieg rund 50 Prozent seiner Rohphosphate aus Russland importiert. Russische Rohphosphate gelten als weniger belastet als Rohphosphate aus Marokko. Wegen des EU-Embargos dürfen Düngemittelhersteller keine Rohphosphate mehr aus Russland importieren. Deshalb sind die Preise für Rohphosphat in den vergangenen Wochen rasant gestiegen.

EEW

Die Sicherung der Ressource Phosphor ist unverzichtbar, aus ökologischen und ökonomischen Gründen und um die Importabhängigkeit zu verringern. Mit einer ressourcenschonenden Klärschlammverwertung und der Bereitstellung der Monoverbrennungsasche für das Phosphorrecycling leisten wir hierzu einen Beitrag.

Als “Recycling” wird die Aufbereitung von werthaltigen Abfällen und deren Rückführung in den Wirtschaftskreislauf bezeichnet. Die Recyclingquote gibt den Anteil jener Abfälle am Abfallaufkommen an, die stofflich verwertet wurden. Die Verwertungsquote bezieht sich auf alle Abfälle, die verwertet wurden. Dazu zählt auch die energetische Verwertung in unseren Anlagen.

Manche Rohstoffe lassen sich gut recyceln, manche weniger gut. Glas kann bei einer sauberen Erfassung und Sortierung im Prinzip unendlich oft im Kreis geführt werden. Auch Metalle lassen sich beliebig oft einschmelzen und ohne Qualitätsverlust wiederverwenden. Faserbasierte Produkte wie Papier gelten zwar ebenfalls als gut recycelbar, doch ist ihre Lebensdauer endlich, da eine Papierfaser nicht unendlich oft recycelt werden kann. Denn bei jedem Recyclingschritt verkürzt sich die Faser. In der Regel wird eine Papierfaser 2-3 mal recycelt. Danach muss das Material verbrannt werden. Am schwierigsten sind Kunststoffprodukte zu recyceln. Je nach Produktanforderung sind oft mehrere Lagen verschiedener Kunststoffe miteinander verklebt. Das kann man in der Regel nicht (werkstofflich) recyceln. Monokunststoffe lassen sich hingegen relativ gut und hochwertig recyceln (PET-Flaschen, PE-Folie, etc.).

Beim Kunststoffrecycling unterscheiden wir zwischen dem werkstofflichen und dem chemischen Recycling. Beim werkstofflichen Recycling bleibt die Polymerstruktur erhalten. Das Verfahren ist energiesparend, technologisch robust und spart CO2-Emissionen ein. Doch das Rezyklat erreicht in der Regel nicht die gleichen Produkteigenschaften wie die Neuware. Beim chemischen Recycling wird die Polymerstruktur durch Depolymerisation zerstört und die Monomere anschließend zu neuen Polymeren zusammengesetzt. Das soll Rezyklate in Neuware-Qualität ermöglichen. Allerdings sind die meisten Verfahren technologisch noch nicht ausgereift. Die petrochemische Industrie setzt in der Regel auf die Pyrolyse als chemisches Recyclingverfahren. Kritisiert wird u.a. der hohe Energieaufwand des Gesamtprozesses (Sortierung, Aufbereitung, Pyrolyse, Cracking, etc), die hohe Verlustrate und das ein robuster Prozess nur mit relativ sortenreinen Inputmaterialien möglich ist, die auch werkstofflich recycelt werden könnten.

2019 sind in Deutschland 67,6 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt worden. Indikator: Recycling von Siedlungsabfällen | Umweltbundesamt

EEW schafft die Voraussetzung für das Recycling sowohl von Eisen- und Nicht-Eisenmetallen aus den HMV-Schlacken als auch von Phosphat aus den phosphathaltigen Monoverbrennungsaschen aus der Klärschlammverwertung.

Ferner setzt EEW Deponiesickerwässer und Brüdenkondensat als Substitut für Ammoniakwasser in der Rauchgasreinigung ein.

Recyclingrohstoffe sind Rohstoffe, die nicht – wie Erze, Mineralien oder Erdöl – der Natur entnommen, sondern stattdessen aus alten Produkten zurückgewonnen wurden.

EEW

Recyclingrohstoffe gewinnt EEW beispielsweise aus den Abfallverbrennungsschlacken. Allein 2019 haben die Aufbereiter aus den Schlacken der thermischen Abfallbehandlung rund 500.000 Tonnen Eisen- und Nichteisenmetalle zurückgewonnen und damit die energie- und rohstoffintensive Metallerzeugung aus Roherzen substituiert. Und auch die Schlacken selbst ersetzen künftig als Recyclingrohstoff bzw. Ersatzbaustoff Primärrohstoffe wie Steine, Kies oder Sand. EEW forscht weiterhin an Verfahren zum nachhaltigen Recycling der anfallenden Filterstäube zum Einsatz in der Zementindustrie.

Kontakt: Andreas Dous, Sebastian Heinemann

Rohstoffe sind aus der Natur gewonnene unbearbeitete Grundstoffe, die entweder sofort verbraucht oder einer industriellen Verarbeitung zugeführt werden. Rohstoffquellen bezeichnen den Ort bzw. die Herkunft des Rohstoffs. Dies können Mienen, Felder aber auch Abfälle sein.

Der globale Ressourcenverbrauch liegt aktuell bei rund 90 bis 95 Milliarden Tonnen pro Jahr. Nach Berechnungen der OECD wird sich der Ressourcenverbrauch bis 2060 in Folge einer expandierenden Weltwirtschaft, einer wachsenden Weltbevölkerung und steigender Lebensstandards auf 167 Milliarden Tonnen verdoppeln. Rohstoffverbrauch wird sich bis 2060 fast verdoppeln (euwid-recycling.de)

Im Kontext natürlicher Ressourcen wird unter Senken die Aufnahmefunktion der Natur, z.B. für Schadstoffe, verstanden. Schadstoffsenken sind technische oder natürliche Systeme, die Schadstoffe der Umwelt entziehen. Sie sind damit das Gegenteil einer Schadstoffquelle. Natürliche Senken sind z. B. Wälder und Ozeane, welche – unter entsprechenden klimatischen Bedingungen – große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid einsoeichrn.

EEW:

Thermische Abfallverwertungsanlagen - sowohl für Abfall als auch für Klärschlamm - sind Schadstoffsenken. Sie entziehen über die Rauchgasreinigung der Biosphäre im Abfall enthaltene Schadstoffe dauerhaft.

Sektorkopplung ist die Verschränkung von Strom, Wärme, Mobilität und Industrieabläufen zum Zwecke der Senkung von Kohlenstoffdioxidemissionen (CO2).

Mit den Zukunftsprojekten HyNL (Delfzijl) und Green Energy Hub (Helmstedt) kann EEW die Sektoren Industrie, Wärme und Mobilität koppeln: In einem Elektrolyseur entsteht grüner Wasserstoff mit elektrischer Energie aus Windkraft, Sonne und energetischer Abfallverwertung. In einem weiteren Schritt sollen dann jährlich 24.000 Tonnen CO2 aus den Rauchgasen der TRV Buschhaus abgeschieden und mit Wasserstoff zu „grünem“ Methanol verarbeitet werden.

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie ist der Begriff „Systemrelevanz“ in aller Munde. Denn in der Krise war ganz besonders zu spüren: Bestimmte Branchen, Unternehmen und Berufe sind für die Erhaltung unseres Gemeinwesens unerlässlich. Ein Ausfall dieser „Kritischen Infrastrukturen“, wie sie gesetzlich definiert sind, hätte kaum absehbare Folgen für das gemeinschaftliches Leben in Deutschland. Sie alle sind also unverzichtbar, um die aktuelle und zukünftige Krisen zu überstehen.

Im Zuge der Pandemie haben die Bundesländer gemeinsam mit der Bundesregierung die „Kritischen Infrastrukturen“ um weitere systemrelevante Sektoren ergänzt - darunter auch die Entsorgungswirtschaft. Mit der Einstufung sind viele Aufgaben und eine hohe Verantwortung, aber auch bestimmte Vorteile verbunden – sie stellt zum Beispiel sicher, dass die betroffenen Unternehmen ihre Aufgaben auch wahrnehmen können, wenn alle anderen Sektoren schon stillstehen. Mitarbeitende in systemrelevanten Berufen, also auch Kolleginnen und Kollegen der EEW-Gruppe, dürfen beispielsweise ihre Kinder in die Notbetreuung in Kindergärten und Schulen bringen. Sie erhalten außerdem einen „Passierschein“, der es ihnen ermöglicht, sich auch im Falle einer allgemeinen Ausgangssperre außerhalb der eigenen vier Wände zu bewegen und ihrer Arbeit nachzukommen.

EEW ist als systemrelevant eingestuft.

Mit der Taxonomie wird zum ersten Mal ein EU-weites Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten mit der Zielsetzung geschaffen, nachhaltige Investitionen auszuweiten, um die Umsetzung des europäischen Green Deals zu unterstützen. Der erste delegierte Rechtsakt zur Klimataxonomie legt fest, welche Wirtschaftsaktivitäten seit dem 1. Januar 2022 als ökologisch nachhaltig klassifiziert werden sollen.

Die thermische Abfallverwertung ist bislang nicht als eine nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeit im Rahmen der Taxonomie klassifiziert. Aktuell laufen auf europäischer Ebene die Verhandlungen zum zweiten Delegierten Rechtsakt zu den noch verbleibenden Umweltzielen. Sollte die thermische Abfallverwertung erneut nicht aufgenommen werden, könnte das zu einem Investitionsstau führen − insbesondere bei den ost- und südosteuropäischen EU-Mitgliedern – und die Entwicklung einer nachhaltigen Abfallbewirtschaftungsinfrastruktur in der gesamten EU verlangsamen.

Waste-to-Energy-Anlagen sollten aufgrund ihres Beitrags zu den aufgestellten Umweltzielen in der Taxonomie als per se nachhaltig eingestuft werden und deren erzeugte Energie entsprechend ihres Anteils als grüne Energie definiert werden.

Technologieführerschaft bezeichnet das Ziel, die größte technologische Stärke innerhalb eines bestimmten Marktes oder Marktsegmentes erreichen zu wollen.

EEW strebt Technologieführerschaft an, in dem der technische Fortschritt für die Verbesserung der Produktionstechnik (Energietechnik, Fertigungstechnik oder Verfahrenstechnik) genutzt wird und Produktinnovationen auf den Markt gebracht werden. EEW betreibt oder fördert darüber hinaus Forschung und Entwicklung, die nicht nur die Produkte und Dienstleistungen verbessern soll, sondern auch der Produktionstechnik. Auch neues technisches Know-how, erworbene Patente oder Schutzrechte sind Indikatoren für verbesserte Technologien.

Transparenz bedeutet für EEW, interessierten Stakeholdern und vor allen Dingen der Öffentlichkeit Informationen verfügbar zu machen, damit eine offene Diskussion möglich ist. Transparenz ist ein Grundsatz von EEW.

Thermische Abfallverwertungsanlagen erzeugen sowohl Strom als auch Wärme. Da sie technisch zuverlässig sind und immer laufen, gelten sie im Strommarkt als “grundlastfähig”. Als der Grundlast wird die niedrigste Tagesbelastung des Stromnetzes definiert. Die Grundlast muss sichergestellt werden, da sie rund um die Uhr nachgefragt wird. Im Wärmemarkt ist Abfall eine heimische Energiequelle, die zu einer sicheren Wärmeversorgung unabhängig von Energieimporten beitragen kann. Deshalb sind thermische Abfallverwertungsanlagen wichtige Quellen für regionale Fernwärmenetze.

Im Jahr 2020 hat EEW 1,8 Mio MWh Strom, fast 900.000 MWh Wärme und etwa 2,1 Mio MWh Dampf verkauft.

Unser Engagement - EEW Energy from Waste (eew-energyfromwaste.com)

 

Vision- und Mission-Statements sind Leitfäden auf dem Weg zum Ziel. Das Vision-Statement beschreibt das Ziel und den Grund, warum ein Unternehmen dieses Ziel erreichen möchte. Das Mission-Statement hingegen beschreibt, welcher Weg und welche Richtung dafür gegangen werden. Daraus ergibt sich letztendlich die Strategie eines Unternehmens.

Vision & Mission: Wir übernehmen Verantwortung. Um heute und morgen Zeichen zu setzen.

Als führendes Unternehmen bei der Erzeugung von Strom und Wärme durch die thermische Verwertung und Beseitigung von Abfällen sehen wir uns in der Verantwortung, Zeichen zu setzen. Sowohl mit exzellenten Leistungen als auch mit verbindlichen Werten und Zielen, die unser Denken und Handeln leiten. Daran wollen wir uns in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern messen lassen.

  • Vision:

„EEW wird seine Rolle als ein führendes Unternehmen im Ressourcenschutz und der nachhaltigen Energieversorgung für Industrie und Haushalte in Europa weiter ausbauen. Als unabdingbarer Teil der Kreislaufwirtschaft verringern wir die Klimabelastung, schützen die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier."

 

  • Mission:

"Wir nehmen die gloablen und nationalen Herausforderungen in den Bereichen Klima- und Ressourcenschutz an.
Unter Einsatz nachhaltiger und modernster Verfahren sowie Nutzung der Chancen der Digitalisierung stellen wir

  • klimafreundliche Energie in Form von Prozessdampf, Fernwärme und Strom bereit,
  • beseitigen gefährliche Schadstoffe dauerhaft,
  • schonen Primärenergieressourcen und
  • gewinnen wertvolle Rohstoffe zurück.

Dabei handeln wir nach verbindlichen Werten und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zwischen unseren Mitarbeitern und zu unseren Partnern."

Der Begriff Wärmewende bezeichnet die Transformation der derzeit fossil dominierten Wärmeversorgung von Gebäuden und Industrie hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. Das bedeutet: weg von  fossilen Energieträgern (Kohle, Öl, Gas) hin zu  regenerativen Energieträgern. Die Wärmewende ist daher Teil der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende.

Anders als im Strommarkt (EE-Anteil 41 Prozent) ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt noch sehr gering und lag 2021 bei nur 16,5 Prozent. Da thermische Abfallverwertungsanlagen zu 50 Prozent Bioenergie liefern, können sie den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt signifikant steigern, indem sie ihre Wärme in die regionalen oder lokalen Fernwärmenetze einspeisen. Sie sind damit ein wichtiger Faktor für die lokale Energiewende, insbesondere in urbanen Räumen.

Wasserstoff geht an kaum einem Unternehmen in der Energiewirtschaft vorbei. Er ist eine tragende Säule der Dekarbonisierung. Besonders in der Wärmeversorgung von Haushalten, als flexiblen Speicher von Strom aus Erneuerbaren Energien, als Kraftstoff im Verkehr oder Energieträger in der Industrie kann Wasserstoff gezielt genutzt werden, um CO2-Emmissionen zu senken.

EEW engagiert sich aktuell in den Projekten HyNL Delfijl und Green Energy Hub Helmstedt.

Für weitere Projekte sind wir offen.

Der Begriff “Zero Waste” ist nicht klar definiert. Die Zero Waste International Alliance definiert den Begriff folgendermaßen: “Zero Waste ist die Schonung aller Ressourcen durch verantwortungsvolle Produktion, Verbrauch, Wiederverwendung und Verwertung von Produkten, Verpackungen und Materialien, ohne Verbrennung und ohne Ableitungen in Boden, Wasser oder Luft, die die Umwelt oder die menschliche Gesundheit bedrohen.”

Zero Waste will also in erster Linie Abfälle vermeiden, anschließend wiederverwenden und danach recyceln. Eine Verbrennung oder Deponierung bedarf es in dieser Weltanschauung nicht.

Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling sind wichtige Ziele, die EEW unterstützt. Allerdings brauchen wir für saubere Wertstoffkreisläufe Schadstoffsenken, die Schadstoffe aus dem Produktionsprozess sicher ausschleusen. Erst dadurch können hochwertige Rezyklate gewonnen werden, mit denen die Industrie langlebige Produkte herstellen kann. Langlebige Produkte sind wiederum die beste Abfallvermeidung.

Zukunftsprojekte umfasst alle aktuellen Bauvorhaben der EEW-Gruppe in den Geschäftsfeldern thermische Abfallverwertung und Klärschlammverwertung an den Standorten Delfzijl (KVA), Stapelfeld (KVA/MHKW), Stavenhagen (KVA), Rothensee (jeweils 1 Linie MHKW/KVA), Helmstedt (KVA).