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2. Linie vor Fertigstellung: EEW informiert über erhöhten Lärmpegel während des Ausblasens zur Kesselreinigung

EEW Energy from Waste Premnitz (EEW) hat mit der Warmen Inbetriebnahme begonnen und damit einen der letzten Meilensteine vor der endgültigen Fertigstellung der zweiten Rostfeuerungslinie erreicht. Für die mit der bevorstehenden Kesselreinigung einhergehende Lärmentwicklung bittet EEW Premnitz Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.

Rüdiger Bösing, Kaufmännischer Geschäftsführer von EEW Premnitz, und Bernd Joppek, Inbetriebnahmeleiter der 2. Linie, vor dem Ausblasschalldämpfer.

„Die Inbetriebnahme der zweiten Linie gliedert sich in drei Abschnitte“, erklärt Inbetriebnahmeleiter Bernd Joppek. „Mitte Oktober haben wir damit begonnen, am Kessel Leitungen, Motoren und Kabel auf Funktion zu überprüfen.“ Diese Teilsysteme seien im Zuge der sogenannten Kalt-Inbetriebnahme erfolgreich getestet worden und betriebsbereit. Jetzt folgt mit dem Zünden der Brenner die Warm-Inbetriebnahme. Bevor die Anlage im Sommer dieses Jahres jedoch in den Regelbetrieb und damit die dritte Phase überführt werden kann, sind noch einige wichtige abschließende Maßnahmen zu erledigen. Dazu gehört das sogenannte Aus- oder Dampfblasen zur Innenreinigung des Kessels. Die Ausblasfahrten beginnen ab dem 22. März.

„Für den während der Reinigungsarbeiten aufkommenden erhöhten Lärmpegel bitte ich alle Betroffenen um Verständnis“, sagt Joppek und Oberbauleiter Heiko Szonn versichert: „Wir werden die Arbeiten so gründlich wie nötig und so schnell wie möglich durchführen.“

Ab Montag, den 22. März, werden die Reinigungsarbeiten für die Dauer von voraussichtlich zwei Wochen von jeweils Montag bis Freitag und jeweils zwischen 07:00 und 17:00 Uhr stattfinden.

Die Kesselreinigung durch sogenanntes Dampfblasen ist ein Verfahren, bei dem Dampf periodisch über das Rohrleitungssystemen abgelassen wird. „Wie beim Neubau eines Hauses müssen auch wir vor der Erstbenutzung alle baustellentypischen Verunreinigungen, wie zum Beispiel Sand, Zement- oder Mörtelreste, entfernen“, erklärt Inbetriebnahmeingenieur Joppek. „Für die Reinigung unseres Kessels verwenden wir aus destilliertem Wasser gewonnenen Hochdruckdampf.“ Im späteren Betrieb sei so ein optimaler Wärmeübergang und damit ein hoher Wirkungsgrad des Kessels gewährleistet, so Bernd Joppek weiter. Der verbrauchte Hochdruckdampf werde über einen Schalldämpfer in die Atmosphäre geleitet. Dennoch sei mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen. Der freigesetzte Wasserdampf werde vereinzelt als Wolke zu sehen sein.

EEW Energy from Waste Premnitz (EEW) ist Teil der EEW-Gruppe, einem in Europa führendem Unternehmen bei der thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 18 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die energetische Verwertung von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.