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Energie aus Abfall als Beitrag einer erfolgreichen Energie- und Wärmewende: Ministerpräsident Hans informiert sich über Potentiale des AHKW Neunkirchen

Ministerpräsident Tobias Hans hat heute, 21. Mai, das zur EEW Energy from Waste-Gruppe (EEW) gehörende Abfallheizkraftwerk (AHKW) Neunkirchen besucht und sich über Zukunftsprojekte zur effizienteren energetischen Nutzung der Ressource Abfall informiert. Im Zentrum stand der Beitrag der Anlage zur Energieversorgung. Mit einer größeren, innovativen Turbine wird die Energieausbeute in Form von Strom und Fernwärme künftig um mehr als 25 Prozent zunehmen.

Blick auf die Dampfverteilung in der Turbinenhalle des Abfallheizkraftwerkes Neunkirchen (v.l.n.r.): Ministerpräsident Tobias Hans informiert sich bei Gerhard Hans, Werkleiter AHKW Neunkirchen (Mi.) und Axel Köhler, Kaufmännischer Geschäftsführer des AHKW Neunkirchen, über die Nutzung von Dampf für die Strom und Fernwärmeerzeugung. Im Hintergrund die Turbine. Sie soll ersetzt werden. Das 9,3 Mio. Euro teure Projekt wird künftig einen bis zu 25 Prozent höheren Beitrag für die Fernwärme- und Stromerzeugung ermöglichen.

„Das AHKW Neunkirchen ist mit einer Betriebszeit von mehr als 50 Jahren größter Know-how-Träger innerhalb der EEW-Anlagenflotte und steht beispielhaft für die Innovationsfähigkeit thermischer Abfallbehandlungsanlagen unserer Unternehmensgruppe“, sagt Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung von EEW. Das AHKW sei seit seiner Inbetriebnahme kontinuierlich modernisiert und weiterentwickelt worden, für seine hohe Energieeffizienz ausgezeichnet und werde seinen Beitrag für die Energieversorgung des Saarlandes künftig noch einmal steigern. „Für mich liegt in der immer effizienteren energetischen Nutzung der Ressource Abfall auch ein Schlüssel zum Erfolg der Energiewende“, betont Kemper.

Das Hauptaugenmerk müsse dabei auf dem Wärmemarkt liegen, weil Deutschland mehr als die Hälfte seiner Endenergie für die Wärmeerzeugung verbraucht, bekräftigt Dr. Joachim Manns, EEW-Technikchef und Mitglied der Geschäftsführung. Positiv sei dabei aus seiner Sicht zu werten, dass Abfall als vorwiegend grüne Energiequelle schon heute immer mehr fossile Energieträger in deutschen Fernwärmenetzen ersetzt und hinter dem fossilen Erdgas die zweitwichtigste Wärmequelle ist. Die Potentiale aus der thermischen Abfallverwertung seien aber bei weitem nicht ausgeschöpft – weder in Neunkirchen noch in Deutschland. Die Politik fordern Kemper und Manns auf, Energie aus Abfall verstärkt als Chance für den Erfolg einer Energiewende und als wichtigen Partner auf dem Weg zur Klimaneutralität zu verstehen.

Ministerpräsident Tobias Hans: „Das Abfallheizkraftwerk Neunkirchen ist seit Jahren ein zuverlässiger Energielieferant für Fernwärme in Neunkirchen. Damit ist es ein hervorragendes Beispiel für eine vor Ort gesicherte regionale Energieversorgung, die energieeffizient arbeitet. Die Produktion klimafreundlicher Energie ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Mit der Erweiterung der Anlage können zudem noch mehr Haushalte in Neunkirchen und Umgebung versorgt werden.“

„Wir im AHKW Neunkirchen stehen in den Startlöchern, mehr grüne Energie für Neunkirchen und das Saarland zu liefern“, sagt Werkleiter Gerhard Hans. „Blickfang unseres Zukunftsbildes wird die neue Turbine“, so Gerhard Hans weiter. Sie werde bei gleichbleibender Menge thermisch zu verwertender Abfälle eine bis zu 25 Prozent höhere Energieausbeute ermöglichen. „Wir stärken damit die regionale Stromversorgung und entlasten die CO2-Bilanz“, ergänzt Axel Köhler, Kaufmännischer Geschäftsführer des AHKW Neunkirchen. Das künftige Potential für die Fernwärmeversorgung steige dann von aktuell 2.400 auf 3.000 Haushalte und beim Strom um rund 6.000 auf mehr als 27.000 Haushalte.

Das AHKW Neunkirchen ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 18 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.