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Neuer Fernwärmevertrag sichert Versorgung und Arbeitsplätze

Neunkirchen. Die Fernwärmeversorgung Neunkirchen GmbH (FVN), ein Unternehmen der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung AG Neunkirchen (KEW) und der STEAG New Energies GmbH (SNE), hat sich dafür entschieden, für weitere 10 Jahre Fernwärme aus umweltfreundlicher Energie aus dem AHKW Neunkirchen zu beziehen. Eine entsprechende Vereinbarung haben heute die Spitzen von FVN und EEW Energy from Waste unterzeichnet.

Die Fortsetzung des Fernwärmevertrages schafft einerseits Versorgungssicherheit für die FVN und die über die KEW versorgten Fernwärmekunden, anderseits sichert der Vertragsschluss langfristig ca. 50 Arbeitsplätze im Abfallheizkraftwerk Neunkirchen. Ferner leistet der Weiterbetrieb des AHKW Neunkirchen über 2016 hinaus einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungssicherheit im Saarland. 

Werner Spaniol, Vorstand der KEW: „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit unserer beiden Unternehmen für weitere zehn Jahre gesichert ist und unsere Kunden auch künftig verlässlich mit besonders umwelt- und ressourcenschonender Fernwärme und Strom versorgt werden.“ Insgesamt 53 000 Megawattstunden Strom und 22 000 Megawattstunden Fernwärme erzeugt das AHKW. „Die Leistung reicht für den Strombedarf von 20 000 Haushalten und den Wärmebedarf von etwa 1500 Fernwärmekunden. Zwei Drittel der von der KEW vermarkteten Fernwärme kommen aus dem AHKW“, so KEW-Vorstand Werner Spaniol weiter. „Den Rest liefert die Firma Saarstahl, Neunkirchen.“

Die Müllverbrennungsanlage liefert seit Bestehen Fernwärme in das Netz in Neunkirchen, das sukzessive mit Schwerpunkt in der City und im Wohngebiet Neunkirchen-Wellesweiler ausgebaut wurde. Die Fortführung der über Jahrzehnte erfolgreichen Zusammenarbeit, sagt Werner Spaniol, sei für alle Beteiligten von besonderer Bedeutung. Kunden erhielten Versorgungssicherheit, die Umwelt profitiere von einer sinnvollen Nutzung der Wärme und des Stromes aus dem Abfallverwertungsprozess. „Durch diesen Vertrag können wir auf den Bau eines eigenen Heizkraftwerkes zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung verzichten und damit den vergleichsweise günstigen Fernwärmepreis in Neunkirchen absichern“, ergänzt Werner Spaniol. Daneben biete die Fernwärme wegen des äußerst günstigen Primärenergiefaktors exzellente Möglichkeiten, bei Neubauten oder Sanierungen von älteren Häuserbeständen problemlos die

Vorgaben der Energieeinsparverordnung einzuhalten. Damit sei die Fernwärmeversorgung in Neunkirchen auch ein Standortvorteil für die Stadt.

Neben der Fernwärme übernimmt die KEW auch den Strom aus dem AHKW mit dem, so Werner Spaniol, ein Großteil des Bedarfs in Neunkirchen abgedeckt werden könne. Der Anteil von Atom- und Kohlestrom im Portfolio der KEW werde dadurch zum Vorteil der Umwelt verdrängt.

Karl-Heinz Müller, Mitglied der EEW-Geschäftsführung in der Helmstedter Muttergesellschaft: „Die Verlängerung des Fernwärmevertrages eröffnet unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Neunkirchen eine langfristige Perspektive. Für die ca. 50 Kolleginnen und Kollegen bedeutet der Vertrag, weiter im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes arbeiten zu können. Allein in Neunkirchen entlasten sie das Klima jährlich um rund 16.000 Tonnen Kohlendioxid. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes Klimaschützer.“ „Mehr als 50 Prozent des in Neunkirchen verwerteten Abfalls sei biogenen Ursprungs. Strom, Wärme und Prozessdampf, erzeugt aus der thermischen Verwertung dieses Anteils, gelten als Erneuerbare Energien. Der aus dem biogenen Anteil erzeugte Strom trägt das Grünstromzertifikat des Umweltbundesamtes, ergänzt Axel Köhler, Geschäftsführer der EEW in Saarbrücken, der eine weitere gute Botschaft im Gepäck hat. Auch die langjährige deutsch-französische Kooperation mit dem lothringischen Abfallzweckverband Sydème (Syndicat Mixte de Transport et de Traitement des Déchets Ménagers de Moselle-Est), mit Sitz in Morsbach bei Forbach, Haushaltsabfälle aus der französischen Grenzregion in Neunkirchen zu verwerten, werde langfristig fortgesetzt.

„Deutschland und Frankreich kooperieren bei der Abfallverwertung seit Jahren und profitieren gegenseitig von ihren Anlagen in der Grenzregion. Wir sind sehr froh, dass durch den Gewinn der europaweiten Ausschreibung des französischen Zweckverbandes Sydème eine bestehende abfallwirtschaftliche Lösung fortgeführt wird und damit auch in den kommenden Jahren Abfälle aus Frankreich in der EEW-Anlage in Neunkirchen energetisch verwertet werden“, sagt Karl-Heinz Müller. Hinzu komme: „Die Anlieferung erfolgt CO2-neutral, mit LKW der Sydème-eigenen Flotte, die mit Biogas betriebenen wird. Dass ist gelebtes Europa ohne Grenzen in dem jeder von den Stärken des jeweils anderen profitiert“, so Müller weiter. Der geschlossene Vertrag mit dem Sydème stelle zudem die aus ökonomischen und ökologischen Erwägungen beste Lösung für alle Beteiligten dar. Gewinner seien die Bürger, das Klima und die Umwelt.

EEW Energy from Waste (EEW) ist Deutschlands führendes Unternehmen in der Erzeugung umweltschonender Energie aus der thermischen Abfallverwertung. EEW entwickelt, errichtet und betreibt thermische Abfallverwertungsanlagen. In den derzeit 18 Anlagen der Unternehmensgruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland werden jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall energetisch verwertet. Durch die Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie erzeugt EEW Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte. Mit einem durchschnittlichen Anteil biogener Stoffe im Abfall von 50 Prozent erzeugt EEW gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Energie aus erneuerbaren Quellen und spart jährlich 1.000.000 Tonnen CO2 ein. EEW beschäftigt an allen Standorten sowie in seiner Unternehmenszentrale in Helmstedt insgesamt rund 1.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.