Energy from WasteZeichen setzen.

Zwei Verordnungen – ein Ziel:

Eine umwelt- und ressourcenschonende Klärschlammverwertung.

Das Wissen über die Belastung unserer Böden und Gewässer durch Klärschlamm sowie das wachsende Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein haben zu einem Umdenken geführt. Nach jahrelanger Diskussion hat der Gesetzgeber 2017 die Weichen für eine weitaus umweltbewusstere Klärschlammverwertung gestellt.

Deutlich verschärfte Schadstoffgrenzwerte.

Durch die angepasste Düngemittelverordnung (DüMV) ergeben sich Auswirkungen für Klärschlamm, der landwirtschaftlich genutzt werden kann. Ab Anfang 2019 dürfen Düngemittel, die synthetische Polymere enthalten, nur noch eingesetzt werden, wenn die aufgebrachte Menge an synthetischen Polymeren
45 Kilogramm Wirksubstanz je Hektar innerhalb von drei Jahren nicht überschreitet. Das hat zur Folge, dass ab dem 1. Januar 2019 viele Klärschlämme nicht mehr als Düngemittel verwendet werden können.

Bindender Ressourcenschutz.

Die ebenfalls verabschiedete Novelle der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) hat darüber hinaus zum Ziel, die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm zu reduzieren und eine Phosphorrückgewinnung sicherzustellen. Ab 2029 wird die Phosphorrückgewinnung für Kläranlagen mit einer Ausbaustufe von mindestens 100.000 Einwohnerwerten (EW) verpflichtend. Drei Jahre später gilt das Gleiche auch für Anlagen mit mindestens 50.000 Einwohnerwerten. In den betroffenen Anlagen werden etwa zwei Drittel des in Deutschland anfallenden Abwassers behandelt. Für große Kläranlagen besteht laut Klärschlammverordnung neben der Pflicht zur Phosphorrückgewinnung auch eine Pflicht zur thermischen Entsorgung. Soll Phosphor vor der Verbrennung aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden, muss dessen Phosphorgehalt um mindestens 50 Prozent oder auf weniger als 20 Gramm je Kilogramm Trockenmasse reduziert werden.

Die Umsetzung dieser Verordnungen führt für viele Kommunen zu unmittelbarem Handlungsbedarf. Als Partner der Kommunen stehen wir bereit, passgenaue Lösungen für eine wegweisend ressourcenschonende Klärschlammverwertung zu entwickeln.