Bundespolitiker Björn Simon auf Informationsbesuch bei EEW Heringen

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Welchen Beitrag leistet die thermische Abfallverwertung für die Kreislaufwirtschaft und wie unterstützt EEW Energy from Waste (EEW) Deutschland und die EU auf dem Weg hin zu Klimaneutralität und der Unabhängigkeit von nicht EU Energieimporten? Diese und weitere regionale Themen, wie etwa die Verkehrsanbindung des Standortes in Hessen, haben Bernard M. Kemper, CEO der EEW-Gruppe, und Jürgen Römhild, Technisches Geschäftsführer EEW Energy from Waste Heringen GmbH, am Montag mit dem hessischen Bundestagsabgeordneten Björn Simon, CDU, anlässlich eines Informationsbesuchs diskutiert.

„Klimaschutz und Ressourcenschonung sind die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen unserer Zeit, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Gleichzeitig müssen wir kurz- bis mittelfristig von nicht EU-Energieimporten unabhängig werden und eine gesicherte und kontinuierliche Energie- und Wärmeversorgung gewährleisten“ sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung von EEW Energy from Waste Bernard M. Kemper. Mit jeder aus Alternativen zu Gas oder Kohle gewonnenen Megawattstunde steigt die Versorgungssicherheit und der Import fossiler Energieträger sinkt. Deshalb müsse darüber gesprochen werden, wie Deutschlands Energiezukunft aussehen soll und welche Potentiale es gibt, insbesondere durch die regionale Versorgung mit Fernwärme und die industrielle Nutzung von Prozessdampf wie hier am Standort in Heringen. Energie aus Abfall bietet Potentiale. „Die Ressource Abfall ist heimisch, immer verfügbar und die Technik zu ihrer energetischen Verwertung ausgereift“, betont der EEW CEO.

Der weitere Ausbau lokaler Fernwärmenetze bietet eine regionale, verlässliche und vor allem eine bezahlbare Alternative zu den klassischen fossilen Kraftwerken. Bei der aktuell stark steigenden Inflation ist dies besonders wichtig. Deshalb ist eine Einbeziehung der thermischen Abfallverwerter ins BEHG ab 2023 auch besonders kontraproduktiv, eine klimapolitische Lenkungswirkung ist damit nicht gegeben und die Gefahr von illegaler Entsorgung und Auslandsexporten sind besonders hoch.

Der hessische Bundestagsabgeordnete Björn Simon erklärt: „Als Umweltpolitiker setze ich mich für einen Klimaschutz durch Technologie und Innovationen ein, der die Fundamente unseres Wohlstandes nicht gefährdet. Eine nachhaltige Klimapolitik erfordert Vernunft, Strategie und die Akzeptanz der Menschen. Hierbei müssen alle regionalen Potenziale genutzt werden. Insbesondere das Abwärmepotential bei Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen und Handel ist noch nicht vollständig ausgeschöpft. Gerade in Ballungsräumen sollten dafür die lokalen Wärmenetze weiter auf- und ausgebaut werden. EEW leistet hier einen wichtigen regionalen Beitrag und versorgt am Standort Heringen das Unternehmen K+S mit ca. 960.000 Megawattstunden/Jahr Prozessdampf und erzeugt Strom für ca. 3000 Haushalte aus nicht recyclefähigen Abfällen.

Besonders freut mich auch das regionale Engagement der EEW, die sich schon seit Jahren für eine Optimierung der Verkehrsanbindung des gesamten Industriestandortes einsetzt und damit sowohl für die Beschäftigten als auch für die Anwohner die Anbindung an die nächsten Ballungszentren verbessern möchte.“

Die EEW Energy from Waste Heringen GmbH ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.