Umwelt

Restabfälle sicher behandeln, Energie und Ressourcen nutzen

Restabfälle sicher behandeln, Energie und Ressourcen nutzen

Nicht alle Abfälle können vermieden, wiederverwendet oder recycelt werden. EEW behandelt nicht recycelbare Restabfälle thermisch und nutzt dabei die im Abfall enthaltene Energie für die Bereitstellung von Strom, Fernwärme und Prozessdampf.

Bei der thermischen Behandlung entstehen zugleich Emissionen und Reststoffe. Deren Behandlung und Überwachung sind wesentliche Bestandteile des Prozesses. Zugleich können aus verbleibenden Materialien Sekundärrohstoffe zurückgewonnen werden.

Wie EEW mit Klimaauswirkungen, Schadstoffen, Emissionen und Reststoffen umgeht, zeigen die folgenden Themenbereiche.

Treibhausgasemissionen und vermiedene Emissionen differenziert betrachten

Bei der thermischen Behandlung von Restabfällen entstehen Treibhausgasemissionen. Sie stammen sowohl aus fossilen als auch aus biogenen Bestandteilen des Abfalls. EEW erfasst und berichtet die mit der eigenen Geschäftstätigkeit verbundenen Treibhausgasemissionen.

Gleichzeitig wird die im Restabfall enthaltene Energie für die Bereitstellung von Strom, Fernwärme und Prozessdampf genutzt. Abhängig von der konkreten Nutzung und dem jeweils zugrunde gelegten Energiemix kann diese Energie fossile Energieerzeugung substituieren. Auch die Rückgewinnung von Metallen aus Rostaschen kann gegenüber der Gewinnung und Verarbeitung von Primärrohstoffen Emissionen vermeiden.

Solche vermiedenen Emissionen betrachtet EEW separat. Sie werden nicht von den Treibhausgasemissionen der eigenen Geschäftstätigkeit abgezogen und reduzieren damit nicht den ausgewiesenen CO₂-Fußabdruck von EEW.

Weitere Informationen zu unserer Treibhausgasbilanz, den verwendeten Berechnungsmethoden und unseren Klima-Kennzahlen findest du in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Schadstoffe kontrolliert behandeln und aus Stoffkreisläufen ausschleusen

Restabfälle können Schadstoffe enthalten, die nicht in weitere Stoffkreisläufe gelangen sollen. Bei der thermischen Behandlung werden organische Schadstoffe unter den dafür erforderlichen Prozessbedingungen zerstört. Andere Schadstoffe, darunter Quecksilber und weitere Schwermetalle, werden gebunden beziehungsweise abgeschieden.

Die dabei entstehenden Rückstände werden entsprechend ihren Eigenschaften weiterbehandelt, verwertet oder entsorgt. So können Schadstoffe kontrolliert aus weiteren Stoffkreisläufen ausgeschleust werden.

Rauchgase in mehreren Stufen reinigen

Bei der thermischen Behandlung von Restabfällen entstehen Rauchgase, die vor der Abgabe über den Kamin gereinigt werden. Dafür verfügen die EEW-Anlagen über mehrstufige Rauchgasreinigungssysteme.

Je nach Anlage und eingesetztem Verfahren werden dabei unterschiedliche Bestandteile des Rauchgases gezielt reduziert oder abgeschieden. Dazu gehören Staub und Partikel, saure Gasbestandteile wie Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid sowie Quecksilber und weitere Schwermetalle. Auch Dioxine und Furane werden in der Rauchgasreinigung abgeschieden. Verfahren zur Minderung von Stickoxiden sind ebenfalls Bestandteil der Rauchgasbehandlung.

Welche technischen Verfahren und Reinigungsschritte zum Einsatz kommen, hängt von der jeweiligen Anlage ab. Die bei der Rauchgasreinigung abgeschiedenen Stoffe werden in Rückständen gebunden und anschließend entsprechend ihren Eigenschaften weiterbehandelt, verwertet oder entsorgt.

Emissionen transparent machen

Für thermische Abfallverwertungsanlagen gelten gesetzliche und genehmigungsrechtliche Emissionsgrenzwerte. Die Einhaltung wird, abhängig vom jeweiligen Emissionsparameter, kontinuierlich oder durch regelmäßige Messungen überwacht.

Die Emissionsdaten unserer Anlagen veröffentlichen wir auf den jeweiligen Standortseiten. Dort findest du die Werte für den jeweiligen Standort.

Materialien zurückgewinnen und Kreisläufe ermöglichen

Nach der thermischen Behandlung verbleiben verschiedene Reststoffe. Dazu gehören insbesondere Rostaschen sowie Rückstände aus der Rauchgasreinigung.

Rostaschen, auch Schlacken genannt, enthalten mineralische Bestandteile und Metalle. In der nachgelagerten Aufbereitung können Metalle zurückgewonnen und als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Auch für mineralische Bestandteile bestehen – abhängig von ihren Eigenschaften und den jeweiligen Anforderungen – Verwertungsmöglichkeiten. EEW arbeitet dabei mit spezialisierten Partnern zusammen.

Ein weiterer Ansatz betrifft die Behandlung von Klärschlamm. In unseren Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen wird Klärschlamm getrennt von anderen Abfällen behandelt. Dadurch entsteht eine phosphorhaltige Asche, die eine Grundlage für die künftige Rückgewinnung von Phosphor bildet. Damit schafft die Monoverbrennung eine wichtige Voraussetzung dafür, den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor künftig wieder nutzbar zu machen.

Nicht alle bei der thermischen Behandlung entstehenden Reststoffe können verwertet werden. Rückstände, die aufgrund ihrer Eigenschaften nicht für eine weitere Nutzung geeignet sind, werden entsprechend den geltenden Anforderungen behandelt und entsorgt.

Weitere Informationen zu unseren Reststoffmengen, Verwertungswegen und Zielen findest du in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Wie Rauchgasreinigung funktioniert

Rauchgasreinigung besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Verfahrensschritten. Welche Verfahren und Kombinationen zum Einsatz kommen, hängt von der technischen Auslegung der jeweiligen Anlage ab.

Partikel abscheiden: Filter- und Abscheideverfahren entfernen Staub und andere feste Partikel aus dem Rauchgas.

Saure Gasbestandteile reduzieren: Stoffe wie Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid werden mithilfe geeigneter Reagenzien gebunden und abgeschieden.

Schwermetalle und organische Spurenstoffe abscheiden: Verfahren der Rauchgasreinigung reduzieren unter anderem Quecksilber und weitere Schwermetalle sowie Dioxine und Furane.

Stickoxide mindern: Spezielle Verfahren reduzieren Stickoxide (NOx), indem sie diese unter kontrollierten Prozessbedingungen in andere Verbindungen umwandeln.

Nach der Reinigung wird das Rauchgas über den Kamin abgegeben. Die Einhaltung der für die jeweilige Anlage geltenden Emissionsgrenzwerte wird durch kontinuierliche und regelmäßige Messungen überwacht.