Generalsekretär des Nachhaltigkeitsrates auf Informationsbesuch bei EEW Hannover: Abfall...

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Wie gestalten wir nachhaltige Beziehungen? Wie senken wir die CO2-Emissionen? Wie können wir wertvolle Ressourcen sichern? Und welche Technologien brauchen wir, um hoch gesteckte Klimaziele zu erreichen? Diese und weitere Fragestellungen haben Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung der EEW Energy from Waste GmbH (EEW), und Dr. Marc-Oliver Pahl, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), während eines Informationsbesuches erörtert. Begleitet wurde der Besuch von Thomas Schwarz, Geschäftsführer des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), Roland Middendorf, Leiter Abteilung Abfallbehandlung beim aha, sowie Birgit Fröhlig, Leiterin Nachhaltigkeit bei EEW, und Gastgeber Guido Lücker, Technischer Geschäftsführer der EEW Energy from Waste Hannover GmbH.

„Wir haben uns für das Treffen in Hannover entschieden, weil der Standort beispielhaft für die thermische Abfallverwertung als ein nachhaltiger Baustein einer modernen Kreislaufwirtschaft steht“, sagt CEO Bernard M. Kemper. EEW Hannover gewinnt aus den Abfällen der Region Hannover Energie für die Region Hannover − sowohl als umweltschonenden Strom als auch für die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt. „Ein Viertel des Fernwärmebedarfs können wir mit der Energie des Abfalls bedienen“, sagt EEW-Hannover Chef Guido Lücker. Deutschlandweit sei Abfall (16 Prozent) nach Erdgas (48 Prozent) bereits der zweitwichtigste Energieträger für die Fernwärmeerzeugung.

„Ich habe heute vertiefte Einblicke in die Praxis der thermischen Abfallverwertung gewonnen“, sagt Generalsekretär Marc-Oliver Pahl. Die gewonnenen Erkenntnisse zur Rolle innerhalb der Kreislaufwirtschaft aber auch zum Beitrag für eine regionale Versorgung mit erneuerbarer Energie in Form von Strom und Fernwärme wolle er in die künftige Arbeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung einfließen lassen.

Für Bernard M. Kemper ein wichtiges Signal: „Wollen wir unsere Klimaziele erreichen, eine erfolgreiche Energiewende vollziehen und gleichzeitig von Energieimporten unabhängiger werden, müssen sämtliche Energieressourcen und -potentiale auf den Prüfstand“, sagt EEW-CEO Benard M. Kemper. Die Wärmewende biete dafür die größte Stellschraube und mit Abfall verfüge Deutschland über einen Energieträger, der heimisch und nahezu immer verfügbar sei, so Kemper weiter. Die thermische Abfallwertung bietet eine regionale, verlässliche und vor allem eine bezahlbare Alternative zu den klassischen fossilen Kraftwerken.

„Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Wir brauchen auch das Engagement der Unternehmen für Umwelt und Gesellschaft, um die deutschen und globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können“, hebt Dr. Marc-Oliver Pahl hervor. „Auf dem Weg zu Klimaneutralität und zirkulärem Wirtschaften sind Abfallvermeidung, Wiederverwertung und stoffliches Recycling erste Priorität. Ein gutes Ineinandergreifen der verschiedenen Bereiche der Abfallwirtschaft und eine effiziente und sichere energetische Abfallverwertung der Restabfälle sind aber ebenfalls wichtige Bestandteile eines nachhaltigen Wirtschaftens. Besonderes Potenzial sehe ich bei einer besseren Nutzung der anfallenden Wärme und der Schlacke aus dem Verbrennungsprozess.“

Über uns:
EEW Hannover ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.

Weiterführende Links:
Rat für Nachhaltige Entwicklung [Der RNE berät die Bundesregierung, unterstützt aber auch praktisch die notwendigen Transformationsprozesse, z.B. mit dem viel genutzten Berichtsstandard Deutscher Nachhaltigkeitskodes/DNK.]
DNK-Erklärung EEW
www.reden-wir-ueber-morgen.com/de [Plattform für den EEW-Nachhaltigkeitsdialog]
Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover