Preisstabilität für Haushalte bewahren: Bundespolitiker Fritz Güntzler und Bürgermeister...

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Welche konkreten Auswirkungen für die Privathaushalte und Unternehmen hätte die Aufnahme der thermischen Abfallverwertung in das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)? Welche regionalen Umweltschutzpotenziale können erschlossen und noch weiter ausgebaut werden und wie unterstützt EEW Deutschland und die EU auf dem Weg in die Klimaneutralität? Diese und weitere Fragenstellungen hat Bernard M. Kemper, CEO der EEW Energy from Waste GmbH (EEW), mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler und dem Bürgermeister der Stadt Helmstedt, Wittich Schobert, anlässlich einer Anlagenbesichtigung der ersten Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) sowohl in Niedersachsen als auch der EEW-Gruppe erörtert.

„Nehmen wir die thermischen Abfallverwertung in das BEHG auf, werden die Abfallgebühren für Privathaushalte und Gewerbekunden steigen,“ bringt Fritz Güntzler die Auswirkungen der geplanten Gesetzesnovelle auf den Punkt. Die Mehrbelastung würde im Haushaltsjahr 2024 die Milliardengrenze überschreiten. So entsteht eine sich weiter anheizende Inflationsspirale, die vor allem Haushalte mit geringem Einkommen exponentiell stark belastet. Entlastungseffekte, wie sie die wegfallende EEG-Umlage mit sich brächten, würden aufgefressen. „Mehrbelastungen der Bürgerinnen und Bürger müssen wir in der aktuellen politischen Lage unbedingt vermeiden“, bekräftigt auch Helmstedt Bürgermeister Wittich Schobert: „Ich erlebe als Kommunalpolitiker vor Ort tagtäglich, wie die Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.“

„Wir haben in den letzten Jahren in Deutschland eine weltweit führende Umweltwirtschaft aufgebaut. Abfall ist bei uns Ressource − sowohl als Ausgangsstoff für Recyclingrohstoffe als auch als Energiequelle, so Bernard M. Kemper, CEO der EEW Energy from Waste GmbH. Die geplanten Änderungen am BEHG des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz werden weitreichende Folgen haben. Die Anstrengungen, immer mehr und besser zu recyceln, verteuern sich. Abfallexporte in Länder mit deutlich geringeren Umweltstandards werden sehr wahrscheinlich. „Wir setzten uns gemeinsam mit den Verbänden VKU, ITAD, BDE und DGAW für hohe Recyclingstandards und Verwertungswege jenseits der Deponie ein“, sagt Bernard M. Kemper.

„Ich bin stolz darauf, dass am Standort Helmstedt die erste Klärschlammverwertungsanlage in ganz Niedersachsen in Betrieb gehen werden“, sagt Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt. Besonders freut es mich auch, dass die Anlage mit modernster Umweltschutztechnologie ausgerüstet ist, nach den neuesten europäischen Standards und damit ein Leuchtturmprojekt für die ganze Region beim Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sein wird. „Damit wird die Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen der Klärschlammdüngung geschützt und gleichzeitig phosphathaltiger Dünger für die Landwirtschaft gewonnen. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft vereinen sich in einem ökologisch und ökonomisch zukunftweisenden Projekt in unserem Landkreis“, ist Bürgermeister Schobert überzeugt.

Zum Hintergrund von EEW:
KVA Helmstedt ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.