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Dekarbonisierung des Wärmenetzes in Stavenhagen: Grüne Wärme aus Klärschlammverwertungsanlage von EEW spart 2.400 Tonnen CO2 pro Jahr

Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG und die Wärmeversorgung Stavenhagen GmbH haben heute einen wegweisenden Fernwärmeliefervertrag unterzeichnet. Der Vertrag, der eine Laufzeit von 20 Jahren umfasst, wird Anfang 2025 den bisher für die Wärmeerzeugung genutzten Energieträger Erdgas ablösen und durch industrielle Abwärme ersetzen. Mit dieser Maßnahme sollen jährlich 2.400 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Die Wärmeenergie wird von der neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) geliefert. Die KVA wird voraussichtlich bereits Ende 2023 nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren in Betrieb genommen.

Noch werde Erdgas für die Stavenhagener Fernwärme verbrannt, erklärt Steffen Oriwol, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Stavenhagen GmbH. Ziel der jetzt geschlossenen Vereinbarung sei es deshalb, das fossile Erdgas durch grüne Wärme zu ersetzen, gewonnen aus Abwärme unserer neu errichteten Klärschlammverbrennungsanlage, ergänzt Morten Holpert, Technischer Geschäftsführer von EEW Stavenhagen. Grüne Wärme deshalb, weil Klärschlamm Biomasse ist und zu fast 100 Prozent aus organischen Inhaltsstoffen besteht. Damit gilt er als erneuerbarer Energieträger, daraus gewonnene Energie als grün. „Industrielle Abwärme aus der energetischen Verwertung eines erneuerbaren Energieträgers wie Klärschlamm bietet den größten Hebel für die Dekarbonisierung von Wärmenetzen und die Wärmewende im Allgemeinen“, weiß der Kaufmännische Geschäftsführer von EEW Stavenhagen Maik Lehmann.

„In Stavenhagen werden wir insgesamt 2.400 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr einsparen“, ergänzt Steffen Oriwol und freut sich, dass die Reuterstadt mit grüner Fernwärme von EEW dem Ziel Klimaneutralität einen großen Schritt näher kommt. In einer ersten Phase werden rund 2.500 Einwohner Stavenhagens davon profitieren, deren Wohnungen bereits an das Netz der Wärmeversorgung angeschlossen sind.