EEW Art

Die Verbindung von Kunst mit Industrie

EEW Art bringt ins Bild, was uns bewegt – und lädt ein zum Dialog über Kunst, Nachhaltigkeit und das, was uns bei EEW antreibt. 

Seit 2020 laden wir Fotografinnen und Fotografen ein, unsere Anlagen, Prozesse und vor allem die Menschen bei EEW mit einem künstlerischen Blick zu entdecken. Dabei entstehen Arbeiten, die überraschen und unser Kerngeschäft aus neuen Perspektiven zeigen. Die entstandenen Werke finden Anwendung in unserer Nachhaltigkeitskommunikation und werden an unseren Standorten ausgestellt. Einige waren bereits auf der Paris Photo zu sehen. Eine Künstlerin wurde für den renommierten Prix Pictet nominiert – den weltweit bedeutendsten Fotopreis im Bereich Nachhaltigkeit.

EEW Art #5

Julia Steinigeweg

Im fünften Zyklus von EEW Art richtet sich der Blick erstmals konsequent auf das, was unser Unternehmen im Innersten ausmacht: die Menschen bei EEW. Im Zentrum stehen nicht Anlagen oder Materialien, sondern die Mitarbeitenden – ihre Gesichter, ihre Geschichten und ihre Perspektiven. Für diese künstlerische Auseinandersetzung konnte die renommierte Fotografin Julia Steinigeweg gewonnen werden. In ihren Porträts verbindet sie dokumentarische Präzision mit konzeptueller Tiefe. Über mehrere Monate hinweg besuchte sie verschiedene EEW-Standorte und fotografierte Mitarbeitende in ihrem Arbeitsumfeld – nahbar, individuell und mit großer Ausdruckskraft.

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Vita in Schlaglichtern

Julia Steinigeweg wurde 1987 in Emden/Ostfriesland geboren. Sie studierte Kommunikationsdesign, Germanistik, Pädagogik und Kunst in Hamburg und arbeitet seither mit dem Medium Fotografie. Steinigeweg interessiert sich für das alltägliche Zusammenleben von Menschen und dafür, inwiefern sich unsere heutige Lebensweise von der in der (nahen) Zukunft unterscheiden wird. Neben Auftragsarbeiten, die in Magazinen und Zeitungen wie Der Spiegel, Stern oder Die Zeit veröffentlicht werden, geht sie immer wieder freien Projekten nach, die national wie international in Ausstellungen und Festivals gezeigt sowie in Buchform bei Peperoni Books und im Kerber Verlag publiziert werden. Ihre Fotografien befinden sich in privaten wie öffentlichen Sammlungen und wurden mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Sie ist Mitglied im Female Photoclub und in der Agentur FOCUS. Steinigeweg lebt und arbeitet in Berlin.

Künstlerische Perspektive

Steinigewegs Arbeiten machen sichtbar, was im industriellen Kontext oft im Hintergrund bleibt: Persönlichkeit, Haltung und Identität. Durch gezielte Inszenierung, den Einsatz von Licht und den bewussten Dialog zwischen Mensch und Technik entstehen Bilder, die über reine Dokumentation hinausgehen. Sie eröffnen neue Blickwinkel auf die Arbeitswelt bei EEW und laden dazu ein, die Menschen hinter den Prozessen neu kennenzulernen.

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EEW Art #4

Sjoerd Knibbeler

Im Jahr 2023 ging Sjoerd Knibbeler auf Spurensuche am EEW-Standort in Delfzijl (Niederlande). Dort fotografierte er Materialien aus dem Verbrennungsprozess und entwickelte daraus eine neue Werkserie, die Elemente von Fotografie und Skulptur vereint.

Vita in Schlaglichtern

Sjoerd Knibbeler studierte Fotografie an der Royal  Academy of Arts in Den Haag und lebt in Amsterdam. Er ist mit seinen Fotografien,  Skulpturen, Videoinstallationen und Künstlerbüchern in zahlreichen  Sammlungen von Unternehmen sowie öffentlichen und auch privaten  Sammlungen vertreten. Das Nederlands Fotomuseum, das Foam Photography  Museum, das Niederländische Ministerium für Wirtschaft und das  Niederländische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten gehören zu  den Institutionen mit Werken von ihm. Dazu kommt eine Vielzahl von  Einzel- und Gruppenausstellungen. Weiter hat Knibbeler mehrere Preise  gewonnen und Stipendien erhalten.

Fotograf Sjoerd Knibbeler bei der Arbeit am EEW-Standort in Delfzijl (Niederlande). Er trägt Sicherheitsweste und Helm und durchsucht mit einem Werkzeug einen Haufen aus Schlacke und Metallresten.

Künstlerische Perspektive

Im Fokus von Knibbelers Arbeit steht der Prozess der Verwandlung – von Abfall in Energie, von Funktion in Form, vom Verborgenen ins Sichtbare. Besonders fasziniert war er von den Schlackenbergen am Ende des Verbrennungsprozesses, in denen Fragmente aus Keramik, Glas und Metall übrig bleiben.

Diese Überreste des Alltags betrachtete er wie modernes Strandgut – als greifbare Spuren menschlicher Nutzung. Im Studio arrangierte er sie neu zu temporären Skulpturen, die er fotografisch festhielt. Seine Arbeiten erzählen von Wandel, Erinnerung und Wertschätzung des scheinbar Wertlosen – und eröffnen einen ungewöhnlichen Blick auf das, was nach der Verbrennung bleibt.

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EEW Art #3

Lukas Hoffmann

Lukas Hoffmann erkundete für EEW 2022 die Standorte Heringen und Premnitz – mit der analogen Großbildkamera und einem Blick für das Unsichtbare im Sichtbaren. Inmitten der industriellen Umgebung entstanden unter natürlichem Licht fotografische Momentaufnahmen, die das Zusammenspiel von Struktur, Raum und Bedeutung neu verhandeln.

Vita in Schlaglichtern

Lukas Hoffmann (*1981 in Zug, Schweiz) studierte Bildende Kunst an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris und lebt heute in Berlin. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, Fotofestivals und Messen gezeigt. Sie sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, zuletzt wurde eine Werkgruppe vom Centre Georges Pompidou in Paris erworben.

Fotograf Lukas Hoffmann bei der Arbeit mit einer Großbildkamera auf Stativ. Er trägt Helm und Warnweste und bereitet sich darauf vor, unter dem schwarzen Tuch die Kamera zu justieren.

Künstlerische Perspektive

Im Zentrum von Lukas Hoffmanns fotografischer Arbeit steht der Moment des Übergangs – das Spiel mit Wahrnehmung, Struktur und Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit EEW ermöglichte ihm Zugang zu Orten, die sonst verborgen bleiben. In diesen industriellen Räumen findet er Motive, die zwischen Dokumentation und Abstraktion, Funktion und Form changieren.

Die fotografierten Szenen bewegen sich an der Grenze zwischen Sichtbarem und Unscharfem, zwischen Fläche und Raum. Es sind Kippmomente, in denen sich Wahrnehmung neu ordnet. Durch die Konzentration auf das Wesentliche und das bewusste Auslassen entstehen Bilder, die mehr andeuten als zeigen – und so neue Perspektiven auf das Gewohnte ermöglichen.

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EEW Art #2

Jessica Backhaus

Zwischen Dezember 2021 und Januar 2022 fotografierte Jessica Backhaus für EEW in Stapelfeld und Premnitz – mit einem feinen Gespür für Licht, Farbe und Atmosphäre. Entstanden ist eine Serie farbintensiver Arbeiten mit einem Fokus auf Details. Acht Werke daraus wurden angekauft und hängen heute in der Unternehmenszentrale von EEW.

Vita in Schlaglichtern

Die deutsch-amerikanische Fotografin Jessica Backhaus (*1970 in Cuxhaven) studierte Fotografie und visuelle Kommunikation in Paris und war von 1995 bis 2009 in New York tätig. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihre Werke wurden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind in privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten. 2013 widmete ihr die Kunsthalle Erfurt eine große museale Einzelausstellung.

Fotografin Jessica Backhaus bei der Arbeit in einer Industrieanlage. Sie trägt Helm, Warnweste und Maske und fotografiert durch die Gitterstruktur einer Empore. Im Vordergrund sind schwere Ketten und ein großer Metallhaken sichtbar.

Künstlerische Perspektive

Jessica Backhaus bewegt sich mit ihrer Arbeit im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Abstraktion. Für EEW richtete sie ihren Blick auf das Unspektakuläre – Oberflächen, Farben, Lichtreflexe und Materialitäten. Die entstandenen Fotografien zeigen Gegenstände und Situationen aus dem Alltag, durch Komposition und Licht jedoch transformiert: reduziert, farbstark, eindringlich.

Mit großer Präzision und feinem Gespür für Stimmungen entstehen Bilder, die zwischen Realität und Abstraktion schweben. Sie dokumentieren nicht nur, sondern interpretieren – und machen sichtbar, was oft übersehen wird. Ihre Arbeiten lassen Raum für Assoziationen und laden dazu ein, gewohnte Wahrnehmungen zu hinterfragen.

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EEW Art #1

Friederike von Rauch

Als erste Künstlerin der Reihe "EEW Art" beschäftigte sich Friederike von Rauch im Zeitraum 2020/21 mit unserer Unternehmenstätigkeit. Fasziniert von Größe und Monumentalität des Müll- und Schlackebunkers, näherte sich die Berliner Fotografin der TRV Buschhaus bei Helmstedt. In dieser Serie sind auch acht Werke entstanden, die in der Unternehmenszentrale in Helmstedt und Berlin ausgestellt wurden.

Vita in Schlaglichtern

Die Berliner Fotografin Friederike von Rauch (*1967 in Freiburg) studierte Gestaltung an der Universität der Künste Berlin, nachdem sie eine Ausbildung zur Silberschmiedin absolviert und als Location-Scout für Filmproduktionen gearbeitet hatte. Seit Anfang der 2000er Jahre widmet sie sich ausschließlich ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Fotografien wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt und befinden sich in privaten wie öffentlichen Sammlungen.

Fotografin Friederike von Rauch bei der Arbeit mit einer Mittelformatkamera auf Stativ in einer Abfallverwertungsanlage. Sie trägt Helm und Maske, neben ihr steht eine Person in Warnweste vor einem großen Müllbunker.

Künstlerische Perspektive

Friederike von Rauch nähert sich dem Wesen von Räumen mit einer ruhigen, reduzierten Bildsprache. Auch bei EEW interessiert sie sich nicht für technische Abläufe, sondern für das Zusammenspiel von Architektur, Licht und Atmosphäre. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Müll- und Schlackebunker der TRV Buschhaus verwandeln sich funktionale Räume in stille Kompositionen aus Licht und Struktur.

Nebel, Rauch und Reflexionen entziehen die Architektur dem direkten Blick und eröffnen neue, kontemplative Perspektiven. Ihre Fotografien lassen die Industriearchitektur poetisch und beinahe sakral erscheinen – als Bühne für das Unsichtbare im Sichtbaren.

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