Vorsortieranlage Delfzijl
Am Standort Delfzijl befindet sich seit 2026 die erste Vorsortieranlage für gemischte Abfälle innerhalb der EEW-Gruppe im Probebetrieb. Die Anlage ist auf eine Sortierkapazität von rund 150.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt.
Ziel ist es, insbesondere Kunststofffraktionen vor der thermischen Behandlung aus dem Abfallstrom zu separieren. Dadurch wird der Anteil fossiler Bestandteile im anschließend thermisch behandelten Abfall reduziert. Gleichzeitig können zusätzliche Kunststoffströme für nachgelagerte mechanische oder chemische Recyclingprozesse bereitgestellt werden.
Die Anlage dient als Pilotprojekt für die EEW-Gruppe. Im Probebetrieb sammeln wir Erfahrungen mit der Sortiertechnologie, den erzielbaren Materialqualitäten und den nachgelagerten Verwertungswegen. Auf dieser Grundlage prüfen wir auch, unter welchen Voraussetzungen sich die Technologie auf weitere Standorte übertragen lässt.
Drohnenflug durch die Vorsortieranlage
Ein Blick in die Vorsortieranlage am EEW-Standort Delfzijl: Der Drohnenflug zeigt die Anlage und ihre Sortiertechnik während der Inbetriebnahme- und Probebetriebsphase.
Kunststofftrennung vor der thermischen Behandlung
Durch die Abtrennung von Kunststofffraktionen wird der fossile Anteil des Abfalls reduziert, der anschließend thermisch behandelt wird. Dadurch können die direkten fossilen CO₂-Emissionen der thermischen Behandlung sinken.
Die separierten Kunststofffraktionen können für nachgelagerte mechanische oder chemische Recyclingprozesse bereitgestellt werden. Ob und in welchem Umfang daraus zusätzliche THG-Minderungen entstehen, hängt unter anderem vom tatsächlichen weiteren Verwertungsweg, der Materialqualität und den jeweils ersetzten Primärmaterialien ab.