„Mit Premnitz haben wir gezeigt, dass sich die verlässliche Energieerzeugung unserer Anlagen sinnvoll um zusätzliche Flexibilität ergänzen lässt. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen“, sagt Timo Poppe, CEO von EEW Energy from Waste. „Das Pilotprojekt wird zur Blaupause für weitere Batteriespeicher. Wir stehen bereits in den Startlöchern, an dafür geeigneten EEW-Standorten weitere Speicherprojekte umzusetzen.“
Mehr Flexibilität für den Energiemarkt
Der Batteriespeicher in Premnitz ergänzt die wärmegeführte thermische Abfallverwertungsanlage um kurzfristig verfügbare Speicherkapazität. Während die Anlage weiterhin zuverlässig die benötigte Wärme bereitstellt, kann Strom im Batteriespeicher aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitgestellt werden. Kurzfristige Schwankungen der Stromerzeugung können so ausgeglichen und die Stromeinspeisung flexibler gestaltet werden.
Der Speicher kann über verschiedene Energiemärkte eingesetzt werden. Dazu gehören der Spot- und Continuous-Intraday-Markt sowie die Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung. Die zusätzliche Flexibilität gewinnt mit dem wachsenden Anteil volatilerer Stromerzeugung aus Wind und Sonne im Energiesystem zunehmend an Bedeutung.
„Mit dem Regelbetrieb schließen wir ein Projekt ab, bei dem wir an vielen Stellen Neuland betreten haben. Entscheidend ist für uns jetzt, die Erfahrungen aus Premnitz für die nächsten Projekte zu nutzen“, sagt Christian Schüttenhelm, Projektleiter bei EEW. „Der Speicher flexibilisiert unsere Strombereitstellung, ohne dass wir Abstriche bei der eigentlichen Aufgabe der Anlage machen müssen: der sicheren Abfallbehandlung und der zuverlässigen Wärmeversorgung.“
Aus Pilotprojekt wird Blaupause
Premnitz war von Beginn an als Pilotprojekt für weitere Speicherlösungen innerhalb der EEW-Gruppe angelegt. Die Erfahrungen aus Planung, Bau und Betrieb sollen nun in weitere Projekte einfließen. EEW prüft dabei standortspezifisch, wo Batteriespeicher und andere Flexibilitätslösungen technisch und wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden können. Für weitere Batteriespeicher an dafür geeigneten Standorten bestehen bereits sehr konkrete Planungen.