In dem Schreiben wird betont, dass die Einführung von Kohlenstoffabscheidung & -speicherung (CCS) und -nutzung (CCU) trotz ihres Potenzials, zur Dekarbonisierung beizutragen, nur langsam vorankommt, und die Europäische Kommission wird dringend aufgefordert, einen EU-Aktionsplan für CCS zu entwickeln. Ohne diesen kann EEW als einer der größten Betreiber von thermischen Abfallverwertungsanlagen in Europa bis 2050 keine Klimaneutralität erreichen.
Timo Poppe, CEO der EEW-Gruppe, kommentierte das Schreiben: „In Deutschland haben wir 2005 die Deponierung unbehandelter Siedlungsabfälle gestoppt und damit eine der größten Quellen für klimaschädliche Emissionen beseitigt und mit der thermischen Abfallverwertung ein Klimaproblem um den Faktor 25 reduziert. Statt Methan auf den Deponien, wird nun CO2 emittiert - im Schnitt eine Tonne pro Tonne Abfall. Auch für diese letzte Tonne gibt es technologische Lösungen, und wir bei EEW sind bereit, in sie zu investieren. Was wir brauchen, ist ein verlässlicher Rahmen, in dem wir Projekte zur Kohlenstoffabscheidung wirtschaftlich sinnvoll umsetzen können. Als Mitunterzeichner des offenen Briefes appelliere ich an die EU-Kommission, die Weichen für die Branche zu stellen.“
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Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) ist ein führendes Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft, das Abfälle nicht nur entsorgt, sondern als wertvolle Ressource für Energie und Rohstoffe nutzt. An unseren 17 Standorten in Europa verwerten wir jährlich rund 5 Millionen Tonnen Abfälle, versorgen 700.000 Haushalte mit Strom und tragen so wesentlich zum Klima- und Ressourcenschutz bei. Mit mehr als 1.400 Mitarbeitenden setzen wir uns dafür ein, die Energie des Abfalls effizient zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren und CO2-Emissionen zu senken. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie zielt darauf ab, bis 2030 klimaneutral und bis 2045 klimapositiv zu wirtschaften, wobei die CO2- Abscheidung in unseren Anlagen eine zentrale Rolle spielt.