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EEW Premnitz ist erstes Abfallheizkraftwerk Deutschlands mit Batteriespeichertechnologie

Mit der heutigen Anlieferung der drei je 44 Tonnen schweren Batteriespeichercontainer hat der erste Batteriespeicher der EEW-Gruppe einen letzten großen Meilenstein passiert. Die Module, die künftig bis zu 15 Megawattstunden Energie aufnehmen können, bilden das Herzstück der neuen Speicheranlage, die EEW in Zusammenarbeit mit der Firma Tricera realisiert.

Bereits in der vergangenen Woche war die rund 38 Tonnen schwere Mittelspannungsschaltanlage per Teleskopkran gesetzt worden – ein zentrales Element, das die Verbindung der Speichertechnik mit dem öffentlichen Stromnetz herstellt. Auch die Wechselrichter und Transformatoren wurden bereits installiert.

„Mit dem heutigen Schritt ist der letzte große Meilenstein vor der Inbetriebsetzung erreicht“, sagt EEW-Projektleiter Christian Schüttenhelm. „Mit dem Batteriespeicher wird unsere Anlage in Premnitz nicht nur flexibler, sondern auch zukunftsfähiger. Wir entwickeln unsere Kraftwerke gezielt zu netzdienlichen Speicherkraftwerken weiter – und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Energiewende.“

Systemrelevante Technologie 

Der Batteriespeicher wird künftig Energie zwischenspeichern – genau dann, wenn ein Stromüberschuss im Stromnetz besteht. Bei Bedarf kann die gespeicherte Energie wieder ins Netz eingespeist werden, wenn diese benötigt wird, etwa um die Netzfrequenz zu stabilisieren oder Nachfragespitzen zu bedienen. Batteriespeicher dieser Größe sind in der Lage, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und tragen somit zur Versorgungssicherheit bei – insbesondere in einem volatilen Energiemarkt mit einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien.

Ein Schritt in die Zukunft – am traditionsreichen Standort Premnitz

Mit der Integration von Speichertechnologie am Standort Premnitz baut EEW die Rolle des Standortes als leistungsstarken Energieversorger weiter aus. Premnitz produziert bereits heute zuverlässig Strom für mehr als 40.000 Haushalte – rund um die Uhr, aus der Energie des Abfalls, versorgt den Industriepark mit Prozessdampf und erzeugt Fernwärme für Premnitz und die Statdt Brandenburg an der Havel. Künftig wird diese Energie nicht mehr nur als Grundlast bereitgestellt, sondern flexibel und bedarfsgerecht eingespeist.

„Premnitz verbindet Tradition mit Zukunft“, sagt Klaus Piefke, Technischer Geschäftsführer von EEW Premnitz. „Wir sind in Deutschland die Ersten, die Batteriespeichertechnik in Kombination mit einer thermischen Abfallverwertungsanlage einsetzen – ein Modell, das Vorbild für andere Standorte sein kann.“