EEW Stavenhagen legt Grundstein für Klärschlammverwertungsanlage

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Die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co. KG (EEW) hat heute den Grundstein für die zweite Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) der EEW-Gruppe gelegt. Die Anlage wird mit der Inbetriebnahme im Jahr 2023 einen umweltschonenden Verwertungsweg für kommunale Klärschlämme aus Mecklenburg-Vorpommern und den angrenzenden Regionen eröffnen.

Bernard M. Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der EEW-Gruppe: „EEW Stavenhagen ist das jüngste Mitglied der EEW-Gruppe. Ich freue mich deshalb besonders, heute hier den Grundstein als sichtbares Zeichen für die Fortentwicklung des Standortes legen zu können.“ Aus Sicht Kempers vereine die KVA Stavenhagen Umwelt- und Ressourcenschutz. Einerseits trage sie dem Willen des Gesetzgebers Rechnung, künftig keine belasteten Klärschlämme mehr in der Landwirtschaft einzusetzen. Anderseits schaffe sie die Voraussetzungen für das Recycling des endlichen und lebensnotwendigen Rohstoffs Phosphor. Mit Blick auf vergleichbare Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern sagt Bernard M. Kemper: „Ich hoffe auf pragmatische Lösungen, die Entsorgungssicherheit garantieren, einen Ausfallverbund ermöglichen und den Markt berücksichtigen.“
Für Dr. Joachim Manns, Mitglied der Geschäftsführung und COO der EEW-Gruppe, ist die künftige KVA ein Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz: „Die KVA Stavenhagen ist eine Umweltschutzanlage.“ Mühsam aus dem Abwasser gefilterte und im Klärschlamm gebundene Schadstoffe würden bei der thermischen Verwertung sicher zerstört oder zurückgehalten. „Unsere Anlage entzieht der Umwelt Schwermetalle und Mikroplastik aber auch Medikamentenrückstände und Hormone, anstatt sie ungefiltert auf Äcker zu kippen und damit Böden, Grundwasser und letztlich unsere Nahrungsmittel zu verunreinigen.“ Die Klärschlammmonoverbrennung sei die umweltschonendste Möglichkeit, den Abfall der Abwasserbehandlung zu verwerten. Dafür setze EEW auf Umweltschutztechnologien nach dem Standard der bestverfügbaren Technik, bekräftigt EEW-Technikchef Manns.
Am Standort Stavenhagen wird die KVA künftig grüne Energie für Strom, Prozessdampf oder Fernwärme gewinnen. Das Wärmepotential der KVA Stavenhagen würde ausreichen, etwa 80 Prozent des bislang ermittelten Bedarfs der Reuterstadt zu decken. Wichtiger noch als grüne Energie sei jedoch das Rohstoffpotential der Anlage, so CEO Kemper. Bei der thermischen Behandlung des Klärschlamms würden jährlich etwa 15.000 Tonnen phosphathaltige Asche entstehen. „Wir haben Recyclingspezialisten an unserer Seite, mit denen wir mehr als 90 Prozent Phosphat zurückgewinnen können“, so Kemper weiter. Allein wenn Deutschland nur die ab dem Jahr 2029 gesetzlich vorgegebene Recyclingquote von 80 Prozent erfüllt, könnten bis zu 40.000 Tonnen Phosphor pro Jahr in Form von Phosphatrezyklaten zurückgewonnen werden. „Die Klärschlamm-Monoverbrennung in der EEW-Gruppe leistet einen wichtigen Beitrag für Deutschlands Importunabhängigkeit bei diesem kritischen Rohstoff“, betont EEW-CEO Bernard M. Kemper. Die KVA Stavenhagen werde dazu ihren Teil beisteuern.

Über den Projektfortschritt der KVA Stavenhagen wird EEW ab sofort auf der Website www.energie-zukunft-stavenhagen.de informieren.

EEW Stavenhagen ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.