MdB Hermann Färber (CDU) zu Besuch bei EEW Energy from Waste

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Welchen Beitrag kann die thermische Abfallverwertung für die regionale und ressourcenschonende Energieversorgung des Landkreises Göppingen liefern? Welche fossilen Brennstoffe werden dadurch eingespart und wie ist der Effekt auf unsere Umwelt? Welche zusätzlichen finanziellen Belastungen warten bei einer bevorstehenden Anpassung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) auf Bürgerinnen und Bürger, und was wären sinnvolle Alternativen?

  • Energieversorgung des Landkreises Göppingen durch thermische Abfallverwertung im Fokus der alljährlichen Sommer-Energietour
  • Abfall ist bei der Fernwärmeerzeugung in Deutschland schon heute der zweitwichtigste Energieträger nach Erdgas

Diese und weitere Fragenstellungen konnte Kai Störkel, Technischer Geschäftsführer der EEW Energy from Waste Göppingen GmbH (EEW), mit dem Göppinger Bundestagsabgeordneten Hermann Färber (CDU) und weiteren Gästen anlässlich der Sommer-Energietour des Abgeordneten erörtern.

Der Landkreis Göppingen kann auf eine lange Historie der Energiegewinnung aus Abfall zurückblicken. Seit 1975 wird am EEW-Standort Göppingen die in den Abfällen der Region enthaltende Energie in Wärme und Strom gewandelt. Bundestagsabgeordneter Färber betonte anlässlich der Sommer-Energietour: „Der Faktor „Regionalität“ gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das spüren wir nicht erst seit dem Ukraine-Krieg bei den Lebensmitteln sondern mittlerweile auch bei der Energieversorgung. Umso wichtiger ist es mit Blick auf die Unabhängigkeit in der Energieversorgung sowie auf einen sinnvollen Energie-Mix, mit dem von der EEW betriebenen Müllheizkraftwerk in Göppingen durch die Verwertung von Abfall regionalen und umweltfreundliche Fernwärme und Strom erzeugen zu können. Nicht recyclebarer Abfall wird dadurch sinnvoll verwertet. Davon profitieren wir hier im Landkreis Göppingen als auch unsere Nachbarlandkreise.“

Diskutiert wurden auch die Überlegungen der Bundesregierung, die thermische Behandlung von Abfall in die CO2-Bepreisung einzuschließen. „Eine Einbeziehung der thermischen Behandlung von Siedlungsabfällen in den Emissionshandel würde eine weitere, zusätzliche finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger bedeuten.  Und dies, ohne einen umweltpolitischen Effekt herbeizuführen. In Zeiten hoher Belastung durch explodierende Energie-, Benzin und Lebenshaltungskosten wäre das für niemanden nachvollziehbar, zumal die Entlastungspakete der Bundesregierung noch immer nicht vollumfänglich bei allen spürbar angekommen sind“, sagte Färber. Neben steigenden Abfallgebühren für Privathaushalte und höhere Kosten für Unternehmer berge dieser Vorschlag der Bundesregierung weiterhin auch das Risiko von verstärkten Abfallexporten und illegaler Abfallverbringung, verbunden mit hohen Umweltbelastungen.

„Durch unsere hohen technische Standards stellen wir sicher, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird“, betont Kai Störkel, Technischer Geschäftsführer der EEW Energy from Waste Göppingen GmbH (EEW). Von einer energetischen Nutzung von unvermeidbaren Abfällen profitieren letztlich die Region Göppingen und die Umwelt. Bei dem Besuch konnte sich Hermann Färber von dem Hightech-Standard der Anlage überzeugen. Die neueste technische Ausrüstung sowie die Auslastung der Göppinger Anlage führen nicht nur zu einer effektiveren und höheren Energieproduktion, sondern leisten einen elementaren Beitrag zu Schonung der Umwelt.

Deshalb investiert EEW weiterhin in neue Methoden zur Optimierung des Verwertungsprozesses und arbeitet eng mit den Landkreisen der Region zusammen, um bestmögliche Synergien für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu schaffen.


Das MHWK Göppingen ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) ist eines der führenden Unternehmen in Europa auf dem Gebiet der thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Schon heute leistet EEW Energy from Waste einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz und ist damit ein unabdingbarer Teil der Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 modernen Anlagen unserer Unternehmensgruppe können wir rund 5 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr energetisch verwerten. Mehr als 1.250 Mitarbeitende tragen Verantwortung dafür, die Energie des Abfall zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren, die vom Abfall ausgehenden Gefahren sicher und schadlos zu beseitigen sowie Altmetalle und Verbundstoffe zu recyceln. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral und bis 2040 klimapositiv zu sein. Die wesentliche Maßnahme wird die CO2-Abscheidung in unseren Anlagen sein. Das abgeschiedene CO2 soll dabei teilweise unterirdisch gelagert  oder als wertvoller Rohstoff für chemische Produkte in einer klimaneutralen Wirtschaft der Zukunft genutzt werden.

Weiterführende Informationen zum Unternehmen und zum Standort Göppingen finden Sie unter https://www.eew-energyfromwaste.com/de/standorte/goeppingen/.

Rückfragen bitte an:

Alexander Baur, Büroleiter, Büro Hermann Färber MdB, hermann.faerber.ma03(at)bundestag,de

Peter Werz, Leiter Marketing und Kommunikation, EEW Energy from Waste GmbH (EEW), peter.werz(at)eew-energyfromwaste.com