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Neuer Vertrag sichert langfristige Wärmepartnerschaft für Neunkirchen

Die EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH (EEW) und die Fernwärmeversorgung Neunkirchen GmbH (FVN) haben heute im Abfallheizkraftwerk Neunkirchen einen neuen Fernwärmebezugsvertrag für die kommenden zehn Jahre unterzeichnet. Der Vertrag hat eine Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre. Damit wird die klimaschonende Wärmeversorgung in Neunkirchen langfristig gesichert und der Ausbau des Fernwärmenetzes weiter vorangetrieben.

„Mit dieser Partnerschaft sichern wir nicht nur die bestehende Fernwärmeversorgung, sondern schaffen auch die Grundlage für eine nachhaltige und CO₂-arme Zukunft. Fernwärme ist eine zentrale Säule der Wärmewende, und wir sind stolz darauf, mit unserer Energie aus Abfall einen wichtigen Beitrag für die Region zu leisten“, betont Axel Köhler, Kaufmännischer Geschäftsführer EEW Neunkirchen.

Durch die Nutzung der Abwärme aus dem Abfallheizkraftwerk Neunkirchen kann die Fernwärmeversorgung weiter ausgebaut werden. „Die neue Turbine ermöglicht es uns, die Energie des Abfalls noch effizienter zu nutzen. Wir gewinnen bis zu 25 % mehr Strom und Fernwärme aus der gleichen Abfallmenge. Dadurch vermeiden wir jährlich rund 10.000 Tonnen CO₂, weil fossile Energieträger ersetzt werden. Das stärkt die Klimabilanz der Stadt Neunkirchen und zeigt, welches Potenzial in der thermischen Abfallverwertung steckt“, erklärt Roland Stegmann, Technischer Geschäftsführer des Abfallheizkraftwerks Neunkirchen.

Der neue Vertrag tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und sorgt für Planungssicherheit sowohl für die Wärmekunden als auch für zukünftige Investitionen in die Infrastruktur.

Das AHKW Neunkirchen ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Schon heute leistet EEW einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz und ist damit ein unabdingbarer Teil der Kreislaufwirtschaft. An den derzeit 17 Standorten der Unternehmensgruppe können wir rund 5 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr energetisch verwerten. Mehr als 1.500 Mitarbeitende tragen Verantwortung dafür, die Energie des Abfalls zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren, die vom Abfall ausgehenden Gefahren sicher und schadlos zu beseitigen sowie Altmetalle und Verbundstoffe zu recyceln. Außerdem nutzen wir die im Abfall enthaltene Energie effizient und gewinnen daraus Prozessdampf für Industrieanlagen, Fernwärme für Wohngebiete und umweltfreundlich erzeugten Strom. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral und bis 2045 klimapositiv zu wirtschaften. Eine wesentliche Maßnahme wird neben der CO2-Reduzierung die CO2-Abscheidung in unseren Anlagen sein. Das abgeschiedene CO2 soll dabei teilweise unterirdisch gelagert oder als wertvoller Rohstoff für chemische Produkte in einer klimaneutralen Wirtschaft der Zukunft genutzt werden.