Ressource Abfall im Fokus der Energiekrise: Bundespolitikerin Diana Stöcker auf...

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Welchen Beitrag leistet die thermische Abfallverwertung für die Kreislaufwirtschaft? Wie unterstützt EEW Deutschland und die EU auf dem Weg in die Klimaneutralität? Welche Folgen hätte es, die thermische Abfallverwertung zusätzlich zu besteuern und damit zu verteuern? Diese und weitere Fragenstellungen haben Dr. Joachim Manns, COO und Mitglied der Geschäftsführung der EEW Energy from Waste Gruppe (EEW), und Uwe Jolas, Anlagenleiter der TREA Breisgau, am Montag mit der Bundestagsabgeordneten Diana Stöcker, CDU, anlässlich eines Informationsbesuchs erörtert.

„Klimaschutz und Ressourcenschonung sind die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen unserer Zeit, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Gleichzeitig müssen wir mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage unabhängiger von Energieimporten werden und deshalb darüber sprechen, wie Deutschlands Energiezukunft aussehen soll und welche Potentiale es gibt“, sagt EEW-Technikchef Dr. Joachim Manns. Energie aus Abfall bietet Potentiale. „Die Ressource Abfall ist heimisch, immer verfügbar und die Technik zu ihrer energetischen Verwertung ausgereift“, betont der COO.

Energie aus Abfall leistet schon heute einen Beitrag zur sicheren Strom- und Wärmeversorgung Deutschlands. Abfall sei beispielsweise mit einem Anteil von mehr als 16 Prozent nach Erdgas (48 Prozent) der zweitwichtigste Energieträger für die Versorgung mit Fernwärme, so Joachim Manns weiter. Mit der geplanten Einbeziehung der thermischen Abfallverwertung in das Brennstoff-Emissionshandelsgesetz (BEHG) droht Deutschland den eingeschlagenen Erfolgspfad zu verlassen, die energetische Abfallverwertung würde verteuert ohne eine Lenkungswirkung beim Klimaschutz zu erzielen. Der Abfall wird sich den billigsten Weg der Entsorgung suchen und voraussichtlich in Länder ohne CO2-Preis exportiert, wie hier am Standort in die Schweiz. Gleichzeitig werden die Abfallgebühren für Privathaushalte, den Klein- und Mittelstand sowie für Großunternehmen in den kommenden Jahren stark steigen. Dies führt zu einer weiteren Belastung der Bürger und zu einer weiter steigenden Inflation.

Die Bundestagsabgeordnete Diana Stöcker erklärt:
„Eine gemeinsame europäische Klima- und Energiepolitik kann nur gelingen, wenn wir wo immer möglich Potenziale vor Ort nutzen beziehungsweise erschließen und die Rahmenbedingen für alle EU-Mitglieder gleich sind. Dabei müssen wir sämtliche heimischen Ressourcen nutzen und das Abwärmepotential bei Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen und Handel vollständig ausschöpfen. Gleichzeitig dürfen die Haushalte nicht durch weiter steigende Abfallgebühren belastet werden.“

„Abfall ist eine heimische Ressource“, bekräftigt auch Werkleiter Uwe Jolas. „Wir von EEW nutzen die Energie des Abfalls und leisten damit einen wichtigen regionalen Beitrag: Jedes Jahr versorgen wir den Gewerbepark mit circa 12.000 Megawattstunden Prozessdampf sowie Fernwärme und speisen umweltschonenden Strom für etwa 35.000 Haushalte in das Netz ein.“

Zum Hintergrund von EEW:
Die TREA Breisgau ist Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe. EEW Energy from Waste (EEW) ist ein in Europa führendes Unternehmen bei der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Zur nachhaltigen energetischen Nutzung dieser Ressourcen entwickelt, errichtet und betreibt das Unternehmen Verwertungsanlagen auf höchstem technologischem Niveau und ist damit unabdingbarer Teil einer geschlossenen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. In den derzeit 17 Anlagen der EEW-Gruppe in Deutschland und im benachbarten Ausland tragen 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das energetische Recycling von jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Abfall Verantwortung. EEW wandelt die in den Abfällen enthaltene Energie und stellt diese als Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete sowie umweltschonenden Strom zur Verfügung. Durch diese energetische Verwertung der in den EEW-Anlagen eingesetzten Abfälle werden natürliche Ressourcen geschont, wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und die CO2-Bilanz entlastet.