Dr. Kornblum und seine Begleiter erhielten von Dr. Joachim Manns, COO von EEW, sowie den Geschäftsführern Rüdiger Bösing und Ralf Meyer detaillierte Einblicke in die historische Entwicklung und die zukunftsweisenden Projekte des Unternehmens. Besonders hervorgehoben wurde die Wiederbelebung des Schienentransports des Braunschweiger Abfalls zur Thermischen Restabfallverwertungsanlage (TRV), die vor zwei Jahren in Anwesenheit von Dr. Kornblum erfolgte und jährlich 4.000 zusätzliche LKW-Transporte einspart.
Der EEW-Standort Buschhaus, der einst als Kohlekraftwerk im Helmstedter Revier diente, hat seit 1998 eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Heute steht das Unternehmen für innovative Kreislaufwirtschaft, bei der Restabfall als Energieträger die Kohle ersetzt hat. Seit Ende 2022 wird am Standort zudem schadstoffhaltiger Klärschlamm thermisch verwertet, um Phosphor für umweltfreundliche Düngemittel zu gewinnen.
Ein weiterer Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung des Standorts ist der Neubau der Rauchgasreinigungsanlage an zwei Linien der TRV, dessen Fertigstellung für 2026 geplant ist. Auch die geplante Carbon Capture and Storage (CCS)-Infrastruktur zur Abscheidung von CO2 war Thema des Austausches mit Dr. Kornblum.
„Die Diskussion um CCS-Infrastruktur zur Abscheidung von CO2 ist ein unverzichtbarer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Zukunft. Leider fehlen in Deutschland noch immer die notwendigen politischen Rahmenbedingungen, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen. Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern wird dieses Thema hierzulande noch nicht ausreichend vorangetrieben. Eine umfassende CO2-Infrastruktur ist genauso eine staatliche Aufgabe wie der Ausbau von Straßen- und Bahnanbindungen,“ betont COO Dr. Joachim Manns.
Dr. Kornblum hebt in diesem Zusammenhang die Chancen einer klimaneutralen Wirtschaft hervor: „Als industrielles Herz Niedersachsens wissen wir in unserer Region darum, wie wichtig es ist, die richtigen Rahmenbedingungen für die Transformation zu schaffen. Die Geschichte des Standortes der heutigen EEW ist ein Beispiel dafür, wie durch technologischen Fortschritt gute Arbeitsplätze erhalten bleiben und zukunftsfest gemacht werden. Darüber hinaus leistet das Unternehmen durch den Ausbau der Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“
EEW Energy from Waste bedankt sich bei Dr. Kornblum und seiner Delegation, darunter auch MdL Jörn Domeier, für den Besuch und freut sich auf den weiteren Austausch mit dem SPD-Bezirk Braunschweig.
Die EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH (EEW) ist Teil der EEW-Gruppe, einem der führenden Unternehmen in Europa auf dem Gebiet der thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Schon heute leistet EEW Energy from Waste einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz und ist damit ein unabdingbarer Teil der Kreislaufwirtschaft. An den derzeit 17 Standorten der Unternehmensgruppe können wir rund 5 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr energetisch verwerten. Mehr als 1.400 Mitarbeitende tragen Verantwortung dafür, die Energie des Abfalls zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren, die vom Abfall ausgehenden Gefahren sicher und schadlos zu beseitigen sowie Altmetalle und Verbundstoffe zu recyceln. Außerdem nutzen wir die im Abfall enthaltene Energie effizient und gewinnen daraus Prozessdampf für Industrieanlagen, Fernwärme für Wohngebiete und umweltfreundlich erzeugten Strom. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral und bis 2045 klimapositiv zu wirtschaften. Eine wesentliche Maßnahme wird neben der CO2-Reduzierung die CO2-Abscheidung in unseren Anlagen sein. Das abgeschiedene CO2 soll dabei teilweise unterirdisch gelagert oder als wertvoller Rohstoff für chemische Produkte in einer klimaneutralen Wirtschaft der Zukunft genutzt werden.