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Startschuss für Fernwärmeprojekt: Fördermittelbescheid für EEW und Stadtwerke Senftenberg übergeben

Das gemeinsame Fernwärmeprojekt der EEW Energy from Waste Großräschen GmbH und der Stadtwerke Senftenberg geht in die Umsetzung.

Mit der Übergabe des Fördermittelbescheids durch das Land Brandenburg an die Stadtwerke durch Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, ist der Weg frei, für den Bau von zwei Übergabestationen, einer Großspeicheranlage zur Optimierung der zukünftigen Wärmeeinspeisung sowie einer neuen Fernwärmeleitung vom EEW-Standort Großräschen nach Senftenberg. Ab voraussichtlich 2029 sollen dort rund 8.000 Haushalte sowie öffentliche Einrichtungen mit grüner Wärme aus der Nutzung unvermeidbarer Abwärme versorgt werden.

Die neue Leitung verbindet die thermische Abfallverwertungsanlage in Großräschen mit dem städtischen Wärmenetz. Damit leistet EEW einen konkreten Beitrag zur Wärmewende: Die Nutzung von unvermeidbarer Abwärme als Energiequelle reduziert CO₂-Emissionen und verbessert die Effizienz vorhandener Infrastrukturen. 

„Mit dem Ausbau der Fernwärme in Großräschen nutzen wir als zweite Stadt in Brandenburg Abwärme für das städtische Fernwärmenetz und ersetzen damit fossile Brennstoffe in der Wärmeerzeugung. So setzen wir die kommunale Wärmeplanung konsequent um, reduzieren den CO₂-Ausstoß um rund 19.000 Tonnen pro Jahr und stärken gleichzeitig die Versorgungssicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger“, sagt Ronny Kleinert, Geschäftsführer der Senftenberger Stadtwerke.

Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, unterstrich: „Die Verbindung von Wirtschaft, effizienter Energienutzung und Klimaschutz – das setzen die Stadtwerke Senftenberg mit dem  Umbau der Wärmeversorgung um. Bislang ungenutzte Abwärme vom Industriestandort ‚Sonne‘ soll als Fernwärme für Tausende Bürgerinnen und Bürger nutzbar gemacht werden. Mit der Förderung aus der Strukturstärkung investieren wir – unserem Lausitzprogramm entsprechend – gezielt in die regionale Infrastruktur, in bezahlbare und klimaschonende Energienutzung und damit in die Daseinsvorsorge.“

Daniel Ziegler, Technischer Geschäftsführer der EEW Energy from Waste Großräschen GmbH, erklärt: „Mit dem heutigen Tag ist der Startschuss gefallen – das Projekt kann jetzt losgehen. Der Fördermittelbescheid zeigt, dass intelligente Abwärmenutzung ein zentraler Baustein der Wärmewende ist. Wir entwickeln unseren Standort Großräschen gezielt weiter – hin zu einem modernen Energieversorger.“

Die weiteren technischen Planungen für die Umsetzung des Vorhabens werden in den kommenden Monaten erstellt. Der Bau für die Leitung kann voraussichtlich 2027 beginnen. Mit dem Projekt wird der Standort Großräschen technologisch aufgewertet: Die Anlage wird um eine zukunftsfähige Wärmeanbindung ergänzt und damit noch stärker in die regionale Energieinfrastruktur integriert. Die Partnerschaft mit den Stadtwerken Senftenberg zeigt, wie industrielle Energiequellen und kommunale Versorgungslösungen sinnvoll verbunden werden können – zuverlässig, wirtschaftlich und klimaschonend.