TREA Breisgau verwandelt 3 Millionen Tonnen Abfall in Strom und Wärme

zurück zur Übersicht

Die TREA Breisgau hat am Freitag, den 18. November 2022, die 3-millionste Tonne Abfall zur thermischen Verwertung empfangen. Den Überbringer der Jubiläumstonne Mario Seywald von der Firma Karrer Transporte GmbH, empfingen Werkleiter Uwe Jolas und der GAB-Geschäftsführer Sven Kunz persönlich an der Eingangswaage mit einem Präsentkorb.

„In den vergangenen 17,5 Jahren haben wir aus drei Millionen Tonnen Abfall knapp zwei Millionen Megawattstunden Strom und circa 200.000 Megawattstunden Industrie- und Nahwärme für den Gewerbepark produziert“, sagt Werkleiter Uwe Jolas. Energie, für die weder Gas noch Kohle verbrannt werden mussten. „Wir von der TREA sind besonders stolz darauf, aus dem heimischen Energieträger Abfall Strom und Wärme für die Region zu gewinnen“, so Jolas weiter. Allein der in Eschbach in den vergangen knapp 18 Jahren erzeugte Strom reiche aus, die Stadt Freiburg etwa 10 Jahre lang zu versorgen. Von dort, ergänzt der Werkleiter, stamme auch die heutige Jubiläumstonnage.

Die Abfallwirtschaft Stadt Freiburg (ASF) liefert ihre Abfallmengen über die Bahn an. Generell liefert die Gesellschaft Abfallwirtschaft Breisgau GmbH (GAB) ökologisch vorteilhaft ungefähr die Hälfte der kommunalen Abfälle für die TREA auf der Schiene an. Die Bahncontainer werden dann vom Transportunternehmen Karrer die letzten Meter bis in den Abfallbunker gebracht.

Die GAB beliefert die TREA Breisgau seit deren Inbetriebnahme im Jahr 2005 mit Siedlungsabfällen aus der Region. „Wir freuen uns, mit der EEW Energy from Waste als Betreiber der TREA einen langjährigen, treuen Partner für die Behandlung der Abfälle aus dem direkten Umland gefunden zu haben“, bekräftigt der Geschäftsführer der GAB, Sven Kunz. Dazu ergänzt Kunz, dass diese thermische Abfallbehandlung stets vorbildlich unterhalb der sehr strengen, gesetzlichen Vorgaben für die Luftemissionen erfolgt. „Auch heute ist die Technik der TREA noch immer absolut up-to-date und erfüllt alle gesetzlichen und technischen Vorgaben”, bestätigt Uwe Jolas.

Die GAB wurde im Jahr 1998 gegründet mit dem Zweck, die Abfallentsorgung der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Ortenaukreis sowie der Stadt Freiburg sicherzustellen. Seit der Inbetriebnahme der TREA Breisgau liefert die GAB ungefähr 2/3 der 170.000 Tonnen Siedlungsabfälle zur energetischen Verwertung an. Gemeinsam sorgen GAB und die TREA Breisgau damit für eine grundlastfähige Stromerzeugung aus einem - zumindest teilweise - erneuerbaren Energieträger. Der aus dem Abfall erzeugte Strom wird im öffentlichen Stromnetz eingespeist und die entstandene Wärme wird in einem Nahwärmenetz im Gewerbepark Breisgau genutzt. Dort dient die Wärme für die industrielle Produktion, beispielsweise der Trocknung des bei der Badenova in direkter Nachbarschaft zur TREA erzeugten Biogases, oder für die Gebäudeheizung und ersetzt so fossile Energieträger.
Generell war es ein Glücksgriff, dass der Gewerbepark der Standort der TREA wurde. Einerseits kann die im Abfall vorhandene Energie in direkter Nachbarschaft genutzt werden und andererseits der Gewerbepark mit dem Angebot verlässlicher Wärme punkten.

Die TREA Breisgau gehört zur EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH, welche Teil der EEW Energy from Waste-Gruppe, einem in Europa führenden Unternehmen der Thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung, ist. Schon heute leistet EEW einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz und ist damit ein unabdingbarer Teil der Kreislaufwirtschaft. Auf 17 Standorten der Unternehmensgruppe können rund 5 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr energetisch verwertet werden. Mehr als 1.250 Mitarbeitende tragen Verantwortung dafür, die Energie des Abfalls zu nutzen, das Abfallvolumen zu reduzieren, die vom Abfall ausgehenden Gefahren sicher und schadlos zu beseitigen sowie Altmetalle und Verbundstoffe zu recyceln. Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat EEW sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral und bis 2040 klimapositiv zu sein. Die wesentliche Maßnahme wird die CO2-Abscheidung sein. Das abgeschiedene CO2 soll dabei teilweise unterirdisch gelagert oder als wertvoller Rohstoff für chemische Produkte in einer klimaneutralen Wirtschaft der Zukunft genutzt werden.