zurück zur Übersicht

Volle Ladung Zukunft: 1. Batteriespeicher der EEW-Gruppe entsteht in Premnitz

Am Standort Premnitz hat der Bau des ersten Batteriespeichers der EEW Energy from Waste-Gruppe (EEW) begonnen. Gemeinsam mit dem Technologiepartner Tricera entsteht ein Speichersystem mit einer Kapazität von 15 Megawattstunden und einer Leistung von sieben Megawatt. Das Projekt markiert einen entscheidenden Schritt in der strategischen Weiterentwicklung der grundlastfähigen EEW-Kraftwerke hin zu flexiblen Speicherkraftwerken.

„Mit dem Batteriespeicher in Premnitz entwickeln wir unsere Anlagen konsequent weiter“, erklärt Joachim Manns, COO und Mitglied der Geschäftsführung der EEW-Gruppe. „Wir machen unsere Kraftwerke fit für die Zukunft: Sie bleiben eine stabile Säule der Energieversorgung, können aber künftig Energie flexibel speichern und dann einspeisen, wenn sie gebraucht wird. So erweitern wir unser Geschäftsfeld und leisten einen noch größeren Beitrag zur Stabilität der Stromversorgung.“

„In Premnitz erzeugen wir aus der Energie des Abfalls zuverlässig Energie in Form von Fernwärme, Prozessdampf und genügend Strom, um mehr als 40.000 Haushalte pro Jahr zu versorgen“, erklärt Klaus Piefke, Technischer Geschäftsführer von EEW Premnitz. Mit dem neuen Batteriespeicher könne dieser Strom künftig noch gezielter genutzt werden: „Wir speichern ihn, wenn das Netz ihn nicht sofort aufnehmen kann, und geben ihn dann ab, wenn er gebraucht wird – sei es, um die Netzfrequenz zu stabilisieren oder Nachfragespitzen abzufedern. Das macht unseren Standort nicht nur leistungsfähiger, sondern auch flexibler – und stärkt zugleich die Versorgungssicherheit in der Region.“.

Der erste Meilenstein des Projekts ist die Errichtung des Fundaments, die in diesen Tagen beginnt. Die Lieferung und Installation der Speichermodule ist für den Herbst geplant, die Inbetriebsetzung erfolgt im vierten Quartal dieses Jahres.
EEW investiert mehrere Millionen Euro in den Bau des Batteriespeichers. Er ist ein wichtiger Meilenstein, der den Weg für Speicherlösungen an anderen EEW-Standorten ebnen soll.

Mit der Integration von Batteriespeichern verfolgt EEW eine klare Strategie:
Die bestehenden, grundlastfähigen Kraftwerke werden so ausgebaut, dass sie künftig flexibel auf die Bedarfe an Strom, Prozessdampf und Fernwärme in einem zunehmend volatilen Energiemarkt reagieren können.
Der Standort Premnitz dient dabei als Blaupause, um die Technologie in der Gruppe weiterzuentwickeln und den Energiehandel als neues Geschäftsfeld zu erschließen.