zurück zur Übersicht

Digitale Modelle auf dreidimensionaler Basis für eine nachhaltigere Zukunft

Eine Verbindung zwischen digitalbasierter Technologie und den Zielen des nachhaltigen Wirtschaftens bietet große Chancen, die Effizienz zu steigern und auf diesem Weg Ressourcen, Energie und Zeit zu sparen. Bei EEW wird deshalb die Digitalisierung der Prozesse und der Zusammenarbeit, einschließlich der Arbeit mit Partnern und Kunden, in immer höherem Tempo vorangetrieben. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den EEW-Anlagen, deren komplexe technische Abläufe auf datenbasierter Grundlage noch effizienter werden können.

Digitalisierung in 360 Grad

Dreidimensionale Scans: von außen, von innen, von oben bis unten

Wie weit die Digitalisierung gerade in den Anlagen schon greift, zeigt ein Projekt, bei dem alle Anlagen dreidimensional gescannt werden: von außen, von innen und von oben bis unten. Mit den so gewonnenen Daten lassen sich dreidimensionale digitale Modelle der Anlagen nachbauen. „Damit konnten wir während der Corona-Pandemie für den Standort Göppingen schon virtuelle Rundgänge anbieten, bei denen die Gäste über ihre Bildschirme geführt wurden“, erzählt Charleen Peter, die als Projektmanagerin im Team Digitalisierung bei EEW arbeitet. Bei den Rundgängen, die mit VR-Brillen zum Beispiel auf Messen angeboten werden, bewegen sich die Gäste selbst durch das dreidimensionale Modell. Die Digitalisierung als technischer Vorgang sei dabei nicht besonders aufwendig, so Charleen Peter: „Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des beauftragten Unternehmens läuft die Anlage mit einer 360-Grad-Kamera ab und zeichnet dabei alle Räume auf. Wie lange das dauert, hängt selbstverständlich von der Größe der Anlage ab, aber von der ersten Aufzeichnung bis zum fertigen Modell vergeht maximal eine Woche.“

Nächste Stufe: digitaler Zwilling

Was sich möglicherweise zunächst wie eine aufwendige technische Spielerei anhört, wird zukünftig große wirtschaftliche und auch nachhaltige Vorteile mit sich bringen. Ein Beispiel dafür nennt Detlef Nickel, Instandhaltungsleiter am EEW-Standort Großräschen: „Externe Partner, die Arbeiten für uns durchführen, können sich im ersten Schritt einen Eindruck von der Anlage machen, ohne bei uns vor Ort sein zu müssen. Das spart Zeit wie auch Kosten und trägt dazu bei, dass wir unseren CO2-Fußabdruck weiter verringern.“

Dabei soll es aber in Zukunft möglicherweise nicht bleiben. Die visionäre Idee ist, dass aus den dreidimensionalen Modellen sogenannte digitale Zwillinge werden. Mit ihnen könnten später, beim virtuellen Gang durch die Anlage, viele verschiedene Informationen in Echtzeit abgerufen werden, die von Sensoren oder Kameras erfasst werden. Ergänzt werden könnten die digitalen Zwillinge durch sogenannte Coworking Robots, also Roboter, die selbstständig durch die Anlage laufen und weitere aktuelle Daten und Bilder liefern. Charleen Peter fasst es so zusammen: „Der digitale Zwilling wird zu einer intelligenten digitalen Live-Kopie unserer Anlage, in der verschiedenste technische Informationen direkt abrufbar sind.“