Klimafreundliche Wärme über 20 Kilometer
Kernstück des Projekts ist eine 20 Kilometer lange Fernwärmeleitung, die Abwärme direkt von Premnitz nach Brandenburg an der Havel leitet. Die Wärme ersetzt die bisher erdgasbasierte Versorgung und spart so jährlich bis zu 70.000 Tonnen CO₂ ein.
Standortfaktor für Premnitz
Thomas Rosenberg, Bürgermeister der Stadt Premnitz: „Die Ressource Abfall ist für unseren Industriepark seit Jahren ein verlässlicher Energieträger. Mit dem neuen Anschluss nach Brandenburg an der Havel wird nun sichtbar, welches Potenzial in diesem Standort steckt. EEW Premnitz ist ein zentraler Partner für die nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschaftsstruktur – ein echter Standortfaktor für Premnitz.“
Zuverlässig, zukunftssicher und nachhaltig
Steffen Scheller, Oberbürgermeister Brandenburg an der Havel:
„Von der Idee, durch Abfallverbrennung in Premnitz für Fernwärme in Brandenburg an der Havel zu sorgen, war es ein langer und nicht immer einfacher Weg, den wir gemeinsam mit den Stadtwerken Brandenburg dennoch konsequent gegangen sind. Wir waren und sind von der Idee und der Lösung überzeugt. 12.000 Haushalte profitieren seit letztem Jahr davon – mit preiswerter und nachhaltiger Wärme. Unserer Umwelt ersparen wir eine enorme CO₂-Belastung. Und wir können die Vorteile sogar ausweiten, indem wir schrittweise weitere Haushalte ans Fernwärmenetz bringen. Nicht zuletzt ist das Fernwärmeprojekt ein großartiges Beispiel für das gelebte und zukunftsorientierte Miteinander in unserer Wirtschaftsregion Westbrandenburg.“
Partner der Energiewende
Dr.-Ing. Klaus Piefke, Technischer Geschäftsführer EEW Premnitz: „Abfall ist ein heimischer Rohstoff und eine verlässliche Energiequelle. In Premnitz gewinnen wir jedes Jahr aus 300.000 Tonnen nicht recycelbarem Abfall Strom und grüne Wärme – und sichern so die Energieversorgung des Industrieparks. Gleichzeitig leisten wir mit klimafreundlicher Fernwärme einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmenetze und zur Umsetzung kommunaler Wärmeplanung. Zukünftig wollen wir noch mehr leisten: Im Sommer beginnen wir mit dem Bau des ersten Batteriespeichers der EEW-Gruppe direkt hier am Standort. Damit entwickeln wir unsere Anlage zu einem flexiblen Speicherkraftwerk weiter und leisten künftig einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze.“
Potentiale ausschöpfen
Daniel Keller, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: "Brandenburg kommt bei der kommunalen Wärmeplanung gut voran. Hier in Premnitz sieht man, wie die Wärmewende konkret gelingen kann. Das kann zugleich ein Vorbild für andere Kommunen sein, die sich ähnlichen Herausforderungen gegenübersehen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die intelligente Nutzung von Wärme aus industrieller Produktion oder Stromerzeugung. Die Potentiale der entstehenden Prozesswärme aus der Müllverbrennung für die Wärmeversorgung der privaten Haushalte in Premnitz und Brandenburg an der Havel zu nutzen, ist ein Gewinn für alle. Eine deutlich günstigere und CO2-freiere Wärmeversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sowie ein zusätzlicher Gewinn für den Betrieb und dessen Beschäftigten. Diesen Weg wollen wir in Brandenburg weiter unterstützen."